AM-Konzern rechnet mit Gewinnanstieg. Eneut überdurchschnittliches Wachstum im Konzern

19.08.1997 | Köln
Die AMB Aachener und Münchener Beteiligungs-AG (AMB), Aachen, wertete in ihrem zum Geschäftsverlauf des 1. Halbjahres 1997 veröffentlichten Aktionärsbrief die Entwicklung des Gesamtkonzerns als durchaus erfreulich. Das Wachstum war wie schon im Vorjahr überdurchschnittlich.

Unter der Voraussetzung, daß sich weder der Schadenverlauf noch die Entwicklung an den Kapitalmärkten in den kommenden Monaten gravierend verschlechtert, rechnet der AM-Konzern mit einem Ergebnis über Vorjahresniveau (Konzernjahresüberschuß 1996: DM 343,4 Mio.).

Die Versicherungsbeiträge im selbst abgeschlossenen Geschäft erhöhten sich in den ersten 6 Monaten dieses Geschäftsjahres um 4,4 % auf DM 8,9 Mrd. (Vorjahr: DM 8,6 Mrd.). Das hierin enthaltene Auslandsgeschäft stieg sogar um 7,5 % auf DM 877 Mio., vor allem bedingt durch die gute Entwicklung der niederländischen Tochtergesellschaften.

Insbesondere den Lebensversicherern des AM-Konzerns gelang es, sich teilweise vom Markttrend abzukoppeln und einen über dem Branchenniveau liegenden Neugeschäftszuwachs von 5,3 % auf DM 579,2 Mio. (gemessen an den laufenden Beiträgen) zu erzielen (Markt Mai 1997: ./. 0,6 %). Einschließlich der Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung ergab sich ein Gesamtbeitrag von DM 4,8 Mrd. (Vorjahr: DM 4,5 Mrd.). Der Versicherungsbestand erhöhte sich um 7,3 % auf DM 294,6 Mrd. (Vorjahr: DM 274,7 Mrd.). Auch die Schaden- und Unfallversicherer entwickelten sich besser als der Markt. Während die Branche von einem Beitragsrückgang ausgeht, weisen die Kompositgesellschaften des AM-Konzerns einen Beitragsanstieg von 0,3 % auf DM 3,19 Mrd. (Vorjahr: DM 3,18 Mrd.) auf. Die Krankenversicherung konnte die erfreuliche Entwicklung des Vorjahres ebenfalls fortsetzen und verzeichnet einen Beitragsanstieg gegenüber dem Vorjahresniveau um 10,1 % auf DM 917 Mio. (Vorjahr: DM 833 Mio.).

Die Schaden-/Leistungsquote (Aufwendungen für Versicherungsfälle und Rückkäufe in % der Beiträge) im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft blieb gegenüber dem Vorjahr mit 57 % unverändert.

Dagegen war die Gesamtkostenquote (Provisionen sowie Personal- und Sachkosten in % der Beiträge) des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts mit 18 % um 1 %-Punkt gegenüber dem Vorjahr rückläufig.

Der gesamte Bestand an Kapitalanlagen der Versicherungsgesellschaften erhöhte sich um 9,6 % auf DM 78,0 Mrd. Daraus wurden laufende Erträge von DM 2,6 Mrd. (Vorjahr: DM 2,4 Mrd.) erzielt; das entspricht einer Steigerung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 8,0 %.

Das Bauspargeschäft profitiert nach wie vor von der im Jahr 1996 verbesserten Bausparförderung. Im 1. Halbjahr 1997 konnte das sehr hohe eingelöste Neugeschäft des Vorjahres nochmals überdurchschnittlich um 3,2 % auf DM 4,1 Mrd. (Vorjahr: DM 4,0 Mrd.) gesteigert werden. Der Vertragsbestand verzeichnete gemessen an der Bausparsumme einen Zuwachs um 7,6 % auf DM 52,4 Mrd. (Vorjahr: 48,7 Mrd.). Bei einer Zunahme des Spargeldeingangs um 8,1 % erhöhten sich die Bauspareinlagen um 10,7 % auf DM 6,6 Mrd. (Vorjahr: DM 6,0 Mrd.).

Die Zahl der im AM-Konzern beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verminderte sich um 389 Personen auf 18.508 Personen. Der Rückgang ist sowohl auf den Abgang von 258 Personen als auch auf den Verkauf strategisch nicht bedeutender Dienstleistungsgesellschaften zurückzuführen.

Auch die AMB, die Holdinggesellschaft des AM-Konzerns, rechnet in ihrem Einzelabschluß für 1997 damit, das gute Vorjahresergebnis (Jahresüberschuß DM 133,3 Mio.) zu übertreffen. Dementsprechend sei davon auszugehen, daß auch in diesem Jahr die im Vorjahr nochmals angehobene Dividende von 32 % auf das im Rahmen der Beherrschungsverträge mit verschiedenen Tochtergesellschaften sowie der Verschmelzung mit der AM Konzernrückversicherung zu erhöhende Grundkapital gezahlt werden kann. Ebenso ermögliche dieses Ergebnis eine weitere angemessene Dotierung der Gewinnrücklagen.

Die gesamten Erträge erhöhten sich im 1. Halbjahr 1997 auf DM 194 Mio. (Vorjahr: DM 186 Mio.). Nach Abzug aller Aufwendungen ergab sich ein Gewinn vor Steuern von DM 176 Mio. (Vorjahr: DM 171 Mio.) und nach Steuern von DM 131 Mio. (Vorjahr: DM 126 Mio.). Dies entspricht einer Steigerung um 3,9 %.

Mit dem Ziel, die AM-Gruppe und die Einzelgesellschaften noch wettbewerbsfähiger und schlagkräftiger zu machen, wurde im Rahmen eines Strukturprojekts die engere Zusammenarbeit im Konzern beschlossen. Entsprechende Maßnahmen zur Ausschöpfung der vorhandenen Synergiepotentiale befinden sich in der Umsetzungsplanung bzw. werden bereits realisiert. Mittelfristig rechnet der AM-Konzern durch diese Aktivitäten mit einem jährlichen Einsparungspotential von DM 400 Mio., das die Wettbewerbsfähigkeit und die Ertragskraft deutlich verstärken wird.

Die angestrebte engere Zusammenarbeit im Konzern läßt sich in einem faktischen Konzern nur eingeschränkt umsetzen. Deshalb beabsichtigt die AMB, mit der Aachener und Münchener Lebensversicherung AG, der Aachener und Münchener Versicherung AG, AdvoCard Rechtsschutzversicherung AG, BADENIA Bausparkasse AG, CENTRAL KRANKENVERSICHERUNG AG, den COSMOS-Gesellschaften und der Volksfürsorge Holding AG Beherrschungsverträge abzuschließen. Durch diese Verträge werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Synergiemaßnahmen geschaffen und wird der Holding die Möglichkeit einer effizienteren Konzernsteuerung gegeben. Ferner wurde beschlossen, die AM Konzernrückversicherung auf die AMB zu verschmelzen. Die Zustimmung der Aufsichtsräte zu den entsprechenden Verträgen liegt bereits vor. Die notwendigen Beschlüsse durch die Hauptversammlungen sollen Ende August / Anfang September erfolgen.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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