AMB Generali Gruppe rückt auf Platz 2 im deutschen Erstversicherungsmarkt vor

19.03.2008 | Köln
Die AMB Generali Gruppe ist im Geschäftsjahr 2007 erneut schneller gewachsen als der Markt. Gemessen an den im Inland erzielten gesamten Prämieneinnahmen rückt der Konzern auf Rang 2 im deutschen Erstversicherungsmarkt vor. Während die Branche mit einem Zuwachs von 0,6% bei den Gesamtbeiträgen rechnet, konnten die Versicherer der AMB Generali im Geschäftsjahr 2007 rund 13,8 Mrd. EUR Gesamtbeiträge und damit ein Plus von 2,7% verbuchen.

Das Konzernergebnis stieg - vor steuerlichem Sondereffekt - auf 417 (2006: 346) Mio. EUR. Hierzu trug insbesondere die erfreuliche Beitragsentwicklung bei. Gleichzeitig gingen die Gesamtkosten gruppenweit um 74 Mio. EUR auf 1.744 Mio. EUR zurück. Die Profitabilität in der Schaden- und Unfallversicherung - gemessen an der Summe aus Schaden- und Kostenquote ( Combined Ratio ) - verbesserte sich trotz der schweren Sturmschäden aus dem Orkan "Kyrill" um 0,4 Prozentpunkte auf 95,3% (2006: 95,7%).

Aufgrund der positiven Geschäfts- und Ergebnisentwicklung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung der AMB Generali eine Steigerung der Dividende je Stückaktie auf 2,90 EUR (2006: 2,30 EUR) vor.

"Wir wachsen kontinuierlich schneller als die Branche und haben uns im vergangenen Jahr auf Platz 2 im deutschen Erstversicherungsmarkt vorgearbeitet. Dabei profitieren wir von der Schlagkraft und der Vielfalt unserer Vertriebswege," sagte Dietmar Meister, Sprecher des Vorstands der AMB Generali. "Mit unseren gezielt auf die Vertriebe zugeschnittenen Marken sind wir jetzt in einer Top-Position, die wir in den kommenden Jahren weiter ausbauen wollen," so Meister weiter.

Die für 2007 gesteckten Ziele wurden nicht nur erreicht, sondern größtenteils sogar deutlich übertroffen - und das vor dem Hintergrund der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten. Der Konzernchef stellte in diesem Zusammenhang klar: "Die AMB Generali ist aufgrund ihrer umsichtigen und risikobewussten Anlagepolitik im Sub-Prime-Markt nicht investiert." Für das laufende Geschäftsjahr geht der Konzern von weiteren Ergebnissteigerungen aus: "Wir streben in 2008 einen Konzerngewinn von mindestens 450 Mio. EUR an. Durch die geplante Zusammenführung von Generali und Volksfürsorge sowie die Straffung interner Prozesse werden wir in den kommenden Jahren noch effizienter. Gleichzeitig steigern wir die Attraktivität unserer Angebote für unsere Kunden."

Marktanteilsgewinne im Versicherungsgeschäft

Die AMB Generali Gruppe hat ihre Marktanteile im Versicherungsgeschäft auch 2007 weiter ausbauen können. Mit einer Steigerung der Gesamtbeiträge um 2,7% auf 13.768 Mio. EUR lag der Konzern deutlich über der Wachstumsmarke der Branche, die für 2007 von einem Zuwachs von 0,6% ausgeht.

Die erfolgreiche Entwicklung zeigt sich auch in den jeweiligen Versicherungssegmenten. Wachstumsträger sind vor allem die Personenversicherer: In der Lebensversicherung verbuchten die Konzernunternehmen im Geschäftsjahr 2007 ein Beitragsplus von 3,6% (Markt: +0,6%). Einschließlich der Sparanteile und Beiträge aus Investmentverträgen stiegen die Prämien auf 9.067 (Vorjahr: 8.751) Mio. EUR. In der Krankenversicherung verzeichnete der Konzern einen Zuwachs um 4,6% (Markt: +2,5%). Das Beitragsvolumen steigerte sich auf 1.741 (Vorjahr: 1.666) Mio. EUR. Die Zahl der Versicherten erhöhte sich insgesamt um 4,7% auf 1,8 Millionen Personen, von denen rund 430.000 vollversichert und knapp 1,4 Millionen zusatzversichert sind. Auch in der Schaden- und Unfallversicherung ist die AMB Generali Gruppe gegen den Markttrend gewachsen. Während der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft ein Minus von 0,4% für die Branche erwartet, legten die Gesellschaften der AMB Generali bei den Prämien um 1,6% auf 3.033 Mio. EUR zu.

Lebensversicherung profitiert von hoher Nachfrage nach Riester- und Basisrenten

Das Geschäft mit Riester- und Basisrenten verläuft weiterhin sehr dynamisch. Die AMB Generali Gruppe konnte ihre Marktführerschaft bei Riesterprodukten auch 2007 behaupten. Im Bestand der Konzern-Lebensversicherer befanden sich zum Jahresende 2007 insgesamt rund 1,44 Millionen Verträge. Davon konnten allein im vergangenen Jahr mehr als 290.000 Policen mit einem eingelösten Neuzugang von 165,9 Mio. EUR verkauft werden. Auch bei der Basisrente nimmt die Gruppe eine Spitzenposition ein: Insgesamt wurden 2007 konzernweit mehr als 82.000 Basisrenten mit einem eingelösten Neuzugang von 132,0 Mio. EUR vermittelt. Der Bestand erhöhte sich auf knapp 113.000 Policen.

Als Marktführer in der Riesterrente ist der Konzern im Neugeschäft von den jeweiligen Riester-Förderstufen besonders beeinflusst. Infolge der 2006 in Kraft getretenen Anhebung der Förderschwelle von 2% auf 3% des Bruttoeinkommens sind die Neuzugänge in 2007 nur bedingt mit der Vorjahresentwicklung vergleichbar. Bereinigt um diesen Sondereffekt ergab sich bei den Konzern-Lebensversicherern in 2007 eine Steigerung des Neugeschäfts in laufenden Beiträgen von insgesamt 9,7%. Darüber hinaus entwickelte sich das Neugeschäft nach Einmalbeiträgen mit einem Plus von 15,5% sehr erfreulich. Auch ohne Bereinigung um die Riestereffekte stieg der gesamte Leben-Neuzugang um 5,0% auf 1.963 Mio. EUR. Nach Bereinigung betrug das Wachstum sogar 12,5%.

Bilanziertes Konzernergebnis von steuerlichen Sondereffekten beeinflusst - Operative Verbesserungen tragen zur Gewinnsteigerung bei

Das Konzernergebnis der AMB Generali Gruppe betrug nach Steuern und Finanzierungsaufwendungen 499 Mio. EUR. Hierin enthalten sind Sondereffekte aus der 2008 in Kraft getretenen Unternehmenssteuerreform. Ohne steuerliche Sondereffekte stieg das Konzernergebnis von 346 Mio. EUR im Vorjahr auf 417 Mio. EUR.

Der Gewinnsprung von 21% wurde von weiteren Ver besserungen im operativen Geschäft getragen. Im Zuge der eingeleiteten Strukturmaßnahmen konnte der Konzern seine Gesamt kosten im Jahr 2007 um 74 Mio. EUR auf 1.744 Mio. EUR senken. Belastend auf das Konzernergebnis wirkte sich der Orkan "Kyrill" aus, der im Januar 2007 bundesweit Versicherungsschäden in Höhe von 2,4 Mrd. EUR verursachte. Die Netto-Schadenbelastung der AMB Generali Gruppe betrug rund 60 Mio. EUR. Aufgrund eines ansonsten günstigen Schadenverlaufs sowie der überdurchschnittlichen Beitragsentwicklung im Geschäftsjahr verringerte sich die Combined Ratio dennoch leicht auf 95,3%. Dabei profitierte die Gruppe zudem von den bereits im Vorjahr initiierten Konzernprojekten zur Steigerung der Effektivität und Effizienz im Schadenmanagement.

Die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen stiegen deutlich um 153 auf 3.367 Mio. EUR. Trotz eines grundsätzlich positiven Marktumfelds im vergangenen Jahr erhöhten sich jedoch die Abschreibungen auf Dividendentitel. Das Kapitalanlageergebnis verringerte sich insgesamt auf 3.684 (Vorjahr: 3.764) Mio. EUR. In die von der so genannten Sub-Prime-Krise betroffenen Anlageformen ist die AMB Generali selbst nicht investiert.

Weitere Marktanteilsgewinne und Ergebnissteigerung in den kommenden Jahren

Die AMB Generali Gruppe wird ihren erfolgreichen Kurs weiter fortsetzen. Für das laufende Geschäftsjahr 2008 kündigt der Konzern eine Steigerung des Konzerngewinns auf mindestens 450 Mio. EUR an. Ergebnistreiber werden ein weiterhin überdurchschnittliches Beitragswachstum sowie Verbesserungen im operativen Geschäft sein. Die Ergebnisprognose steht unter dem Vorbehalt, dass keine außergewöhnlichen Schadenereignisse das laufende Jahr belasten und sich die Kapitalmärkte - nach der Krise zu Jahresbeginn - wieder erholen. Aufgrund der vorliegenden Planungen geht der Konzern auch für die Jahre 2009 sowie 2010 von weiteren Ergebnissteigerungen aus. Für 2009 werden mindestens 500 Mio. EUR und für 2010 mindestens 550 Mio. EUR prognostiziert. Infolge der im Konzern durchgeführten Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sowie der geplanten Fusion der Mehrkanalversicherer der Gruppe, der Generali in München und der Volksfürsorge in Hamburg, rechnet der Konzern bis 2010 mit einer weiteren Kostensenkung auf insgesamt 1.600 Mio. EUR. "Wir werden unsere Wettbewerbsfähigkeit in den kommenden Jahren weiter steigern", kündigte Konzernchef Dietmar Meister an. "Im Mittelpunkt unserer Strategie steht die Ausrichtung der Vertriebswegevielfalt auf ein aus drei Säulen bestehendes Vertriebswegemodell." Diese drei Säulen setzen sich zusammen aus dem exklusiven Vertrieb der AachenMünchener über die enge strategische Partnerschaft mit der Deutschen Vermögensberatung, dem Direktvertrieb mit der CosmosDirekt als Marktführer in diesem Segment und dem Multikanalvertrieb unter dem derzeit neu entstehenden, gemeinsamen Unternehmen von Generali und Volksfürsorge. Daneben setzt der Konzern weiter auf die Stärke und Kompetenz seiner Spezialanbieter Advocard, Badenia, Central und Dialog.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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