AMVersicherungen wollen in 2002 Spitzenposition ausbauen
"Wir haben weitere Marktanteile hinzugewonnen und wir haben parallel zu der großen Dynamik im Neugeschäft durch strukturelle Veränderungen und ein konsequentes Management die Kostenquoten beider Unternehmen weiter gesenkt. Wir haben damit eine gute Ausgangsposition für das Geschäftsjahr 2002, in das wir exzellent gestartet sind", betonte Kalka. "Unsere Zielsetzungen lauten weiterhin Wachstum und Qualität".
Fundament dieses Erfolgs ist vor allem die herausragende und äußerst effiziente Partnerschaft der AMVersicherungen mit der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) in Frankfurt/Main. Auf diese enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit bei der Entwicklung marktgerechter Kundenangebote und im Vertrieb ist in erster Linie der Produktionsanstieg zurückzuführen. Bei der AMLeben hat die DVAG inzwischen einen Anteil von 78,1% an der Gesamtproduktion (Vorjahr: 73,2%). Auch bei der AMVersicherung hat die Deutsche Vermögensberatung mit ihren über 30 000 Vermögensberatern in erheblichem Maße zum marktüberdurchschnittlichem Wachstum der Beitragseinnahmen beigetragen. Hier ist der Anteil der DVAG am Neugeschäft auf 29,1 % (Vorjahr 28,4%) gestiegen.
Großen Anteil an den Spitzenergebnissen der AMVersicherungen hatten auch unsere eigenen Vertriebe, deren Position unter anderem durch strukturelle Maßnahmen entscheidend gestärkt wurde. Zusätzlich positiv wirkte sich der gemeinsame Auftritt der AMVersicherungen im Markt aus.
Unterstrichen wird der Erfolg durch das Rating von Standard & Poor"s. S & P hat die Bewertung "AA" für die AMLeben bestätigt und der AMVersicherung, die erstmals einem Rating unterzogen wurde, ebenfalls "AA" zuerkannt. Dabei wurde die Rolle der beiden Gesellschaften als "Kerngesellschaften" der AMB-Gruppe berücksichtigt. Weitere Faktoren für diese Einstufung, so S & P, "sind die ausgezeichnete Wettbewerbsstellung der AMLeben auf dem deutschen Lebensversicherungsmarkt, ergänzt durch die sehr gute Marktposition der AMVersicherung in der Schaden- und Unfallversicherung".
Die AMVersicherungen haben in Bensberg zur Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zur speziellen Heranbildung ihrer Führungskräfte eine eigene AM-Akademie gegründet. Der Betrieb wurde Ende letzten Jahres aufgenommen. Ziel der damit verbundenen Qualifizierung und Personalentwicklung ist es, Führungspositionen der verschiedenen Ebenen primär aus der eigenen Mitarbeiterschaft heraus zu besetzen.
Ein fester Bestandteil des öffentlichen Erscheinungsbildes der AMVersicherungen ist nunmehr auch ihr einheitlicher Marktauftritt. Dies gilt für die vielfach beachtete Fernsehwerbung mit dem Exklusivpartner Mario Adorf, durch die der Bekanntheitsgrad der beiden Unternehmen deutlich gestiegen ist. Der beachtliche Erfolg dieser Werbekampagne mit Mario Adorf war dafür ausschlaggebend, den Vertrag mit Deutschlands beliebtestem Schauspieler zu verlängern.
Die wichtigsten Ergebnisse der Aachener und Münchener Lebensversicherung aus dem Geschäftsjahr 2001:
Die AMLeben hat sich frühzeitig auf die Rentenreform und die damit verbundene Umsteuerung auf die staatlich geförderte private Altersvorsorge ("Riester"-Police) eingestellt. Sie war dadurch mit ihrer "Privat-RENTE mit Garantie" als eine der ersten Gesellschaften überhaupt in der Lage, ihre Vertriebsorganisationen mit entsprechenden Produkten auszustatten und den Kunden Angebote zu unterbreiten. Insgesamt wurden in 2001 rund 280 000 Anträge policiert. Die in drei Varianten angebotene "Privat-RENTE mit Garantie" wurde Ende des vergangenen Jahres vom Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen zertifiziert. Die Aachener und Münchener Lebensversicherung hat mit diesem Ergebnis eine herausragende Position im Vertrieb der entsprechenden Vorsorgeprodukte erzielt.
Als sehr erfolgreich am Markt hat sich auch die Berufsunfähigkeitsversicherung der AMLeben erwiesen. Das Angebot ist wiederholt in Fachzeitschriften und auch von der Stiftung Warentest als besonders attraktiv herausgestellt worden. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr über 113 000 selbständige und rund 220 000 Berufsunfähigkeitszusatz-versicherungen bei der AMLeben abgeschlossen.
In der Struktur unseres Neugeschäfts setzte sich die seit längerem anhaltende Verlagerung von den konventionellen Kapitalversicherungen zu Fondsgebundenen Versicherungen deutlich fort. Im Segment der Fondsgebundenen Versicherungen ist die AMLeben Marktführer in Deutschland. Gemessen am laufenden Jahresbeitrag hatten die Fondsgebundenen Versicherungen in 2001 einen Anteil am Neugeschäft von 63,1 %, gefolgt von den klassischen Kapitallebensversicherungen mit 11,9 %, den Renten- und Pensionsversicherungen mit 10,8 % und den Berufsunfähigkeitsversicherungen mit 10,1 %. Die übrigen Versicherungen (Risikoversicherungen und Kollektiv-Versicherungen) hatten einen Anteil von 4,2%.
Neugeschäft insgesamt + 24,9 %
Das Neugeschäft insgesamt hat sich - weit über die internen Zielsetzungen hinaus - hervorragend entwickelt. Der Gesamtbeitrag stieg deutlich um 24,9 % auf 544,3 Millionen Euro (Vorjahr 435,8 Millionen Euro); nach laufendem Jahresbeitrag wurde ein deutlich erhöhtes Ergebnis von 476,7 Millionen Euro (Vorjahr 385,4 Millionen Euro) erzielt. Dies bedeutet eine Steigerung von 23,7 %. Die Branche verzeichnete einen Zuwachs von 15,9 %.
Diese Steigerungen wurden erzielt, obwohl die Zusammenarbeit mit der SEB (frühere BfG) und im konventionellen Lebensgeschäft auch mit der Thuringia wegfiel. Beide Kooperationen trugen lediglich noch mit 10,5 Millionen Euro im laufenden Beitrag zum Neugeschäft bei (Vorjahr 21,6 Millionen Euro).
Versicherungssumme im Neugeschäft + 83,5 %
Die Versicherungssumme des eingelösten Neugeschäfts erreichte mit über 744 000 neuen Verträgen (Vorjahr rund 420 000) eine Versicherungssumme von 18 Milliarden Euro (Vorjahr 9,8 Milliarden Euro). Dies bedeutet eine Steigerung von 83,5%. Die Branche erzielte einen Zuwachs von 11,6 %.
Versicherungsbestand + 13,7 %
Im Versicherungsbestand liegt die AMLeben weiterhin an Platz 2 aller deutschen Lebensversicherungsgesellschaften. Die Versicherungssumme des Bestands hat sich auf 93,4 Milliarden Euro (Vorjahr 82,1 Milliarden Euro) erhöht. Dies bedeutet eine Steigerung von 13,7 % gegenüber einem Anstieg in der Branche um 4,5%.
Stornoquote 6,3%
Die Stornoquote betrug 6,3 % nach 6,2% im vorausgegangenen Geschäftsjahr. Dieser leichte Anstieg ist eine Folge des stürmischen Neugeschäfts.
Gebuchte Bruttobeiträge + 9,6 %
Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich auf 2,803 Milliarden Euro (Vorjahr 2,559 Milliarden Euro). Dies bedeutet eine Steigerung von 9,6%. Die Branche weist einen Zuwachs von 1,5 % aus.
Kostensätze reduziert
Der Verwaltungskostensatz konnte auf 3,16 % gesenkt werden (Vorjahr 3,24 %). Damit wurde die kontinuierliche Verbesserung der letzten Jahre fortgesetzt. Verbessert hat sich auch der Abschlusskostensatz, und zwar auf 5,48 % (Vorjahr 5,62 %).
Bestand an Kapitalanlagen + 4,6%
Der Bestand an Kapitalanlagen inklusive des Anlagestocks für Fondsgebundene Lebensversicherungen ist um 754,8 Millionen Euro auf 17,1 Milliarden Euro um 4,6% gewachsen. Die nach wie vor angespannte wirtschaftliche Lage und in deren Folge die unbefriedigenden Entwicklungen an den Finanzmärkten, die durch die Terroranschläge vom 11. September 2001 noch zusätzlich unter Druck gerieten, haben insgesamt zu sinkenden Kapitalerträgen geführt. Dies gilt auch für die AMLeben. Die Gesellschaft hat eine Nettoverzinsung von 6,2% (Vorjahr 7,6 %) erzielt.
Wie nahezu alle anderen Lebensversicherer hat auch die AMLeben angesichts der drastisch gesunkenen Kapitalerträge gegen Ende vergangenen Jahres um der langfristigen Stabilität und Verlässlichkeit willen die Überschussbeteiligung für die Versicherungsnehmer reduziert, und zwar um 0,95 Prozentpunkte auf 6,3 %. Die in bestehenden Verträgen bis dahin gutgeschriebenen Überschussanteile bleiben von dieser Reduzierung unberührt.
Die AMVersicherung hat Marktanteile in ertragreichen Sparten hinzugewonnen
Ertrag erneut besser als die Branche/Positives versicherungstechnisches Ergebnis
Die AMVersicherung war auch im Geschäftsjahr 2001 deutlich besser als die Branche insgesamt. Sie konnte Marktanteile vor allem in ertragreichen Sparten hinzugewinnen.
Durch die Geschäftsausweitung und eine gleichzeitig tendenziell gute Entwicklung auf der Schaden- und Kostenseite wurde außerdem ein positives versicherungstechnisches Ergebnis erzielt. Insgesamt hat sich die Ertragskraft der AMVersicherung und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit deutlich gesteigert.
Geschäftsergebnisse der AMVersicherung im einzelnen:
Deutlicher Beitragsanstieg
Im selbst abgeschlossenen deutschen Versicherungsgeschäft erhöhten sich die Bruttobeitragseinnahmen der AMVersicherung auf 1,16 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung zum Vorjahr um 4,5 Prozent. Damit ist die Gesellschaft erneut deutlich besser als der Markt insgesamt, der ein Wachstum von nur 2,9% meldet. Unter Einbeziehung der Beitragseinnahmen in Höhe von 8,6 Millionen Euro aus den beiden Niederlassungen in Belgien und Großbritannien ergab sich in 2001 für das gesamte selbst abgeschlossene Geschäft ein Beitragsanstieg von 4,6 % auf 1,17 Milliarden Euro.
Das überdurchschnittliche Wachstum spiegelt sich auch in einer erfreulichen Steigerung der vermittelten Versicherungsverträge wider, die um rund 238 000 Stück auf einen Bestand von 6,6 Millionen Verträgen (Vorjahr 6,4 Millionen) zum Jahresende 2001 angestiegen sind.
Maßgeblich für die deutlich bessere Entwicklung der Beitragseinnahmen insgesamt war die Kraftfahrzeug-Versicherung. Ein überdurchschnittliches Bestandswachstum sowie höhere Durchschnittsbeiträge in der Kraftfahrzeug-Haftpflicht führten zu einem Anstieg der Beitragseinnahmen in diesem Versicherungszweig um 6,8 %. Der Markt erreicht hier nur 5%. Deutlich bessere Zuwachsraten als die Branche erzielte die AMVersicherung auch in den sonstigen Kraftfahrtversicherungen, die alle Vollkasko- und Teilkaskoversicherungsverträge einschließen. Hier wurde ein Zuwachs um 8,1% erreicht. Die Branche erzielte 5,5%.
Im ertragreichen Privat- und gewerblichen Firmenkundengeschäft gelang es, weitere Marktanteile zu gewinnen und die Beitragseinnahmen um 2,6% zu steigern. Die Branche blieb hier bei der Marke von 1%. Überdurchschnittlich waren dabei die Erfolge in der von uns besonders forcierten Unfallversicherung, bei der Haftpflichtversicherung und in der Hausratversicherung.
Bei den industriellen/großgewerblichen Risiken weist die AMVersicherung in der industriellen Feuerversicherung mit einem Beitragsanstieg von 0,5% eine günstigere Entwicklung auf als der Markt, der hier ein Minus von 9% verzeichnete.
Rückgang der Schadenfälle
Der Schadenverlauf verbesserte sich in 2001. Nachdem die Zahl der gemeldeten Schadenereignisse im selbst abgeschlossenen Geschäft im Jahr 2000 noch um 6,1% gestiegen waren, kam es in 2001 zu einem Rückgang der Schadenfälle um 1,4%. Diese erfreuliche Entwicklung ist insbesondere auf einen Rückgang der Schadenhäufigkeit in der Kraftfahrtversicherung zurückzuführen.
Die AMVersicherung ist an den Schadenaufwendungen für die Terrorakte am 11. September 2001 mit insgesamt 5 Mio. Euro für eigene Rechnung beteiligt. Dies ist im Vergleich zu anderen deutschen Versicherungsunternehmen relativ wenig, jedoch Folge unserer Geschäftspolitik, wonach wir Sachrisiken mit Standort außerhalb Europas praktisch nicht zeichnen.
Kostensatz rückläufig
Der Kostensatz im selbst abgeschlossenen Geschäft konnte weiter reduziert werden, und zwar auf 29,4% (Vorjahr 29,7%). Hier wurden vor allem erste Erfolge des Zusammengehens mit der AMLeben deutlich, die zu einer Senkung der produktionsunabhängigen Kosten führten. Darüberhinaus wirkte sich die DV-Harmonisierung in der AMB-Gruppe aus.
Kapitalanlagen
In dem bereits beschriebenen schwierigen Börsen-Umfeld und einhergehender Zinssenkungen gingen die Kapitalanlagen der Gesellschaft um 118,2 Millionen Euro auf 1,838 Milliarden Euro zurück. Die laufenden Kapitalerträge stiegen im Geschäftsjahr um 7,6% auf 137,5 Millionen Euro. Es wurde eine Nettoverzinsung von 8,7 % erreicht
(Vorjahr 10,2%).
AMVersicherungen: Klare Zielsetzungen für 2002
Unser Ziel ist es, 2002 unsere Spitzenpositionen weiter auszubauen. Dynamisches Wachstum, Qualität und Ertrag sind dabei die entscheidenden Kriterien. Daher gehen wir davon aus, dass wir erneut ein überdurchschnittliches Bestands- und Beitragswachstum in den Komposit- und Lebenssparten erzielen werden.
Gleichzeitig mit der Verabschiedung des Altersvermögensgsetzes hat der Gesetzgeber das Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung novelliert und als weiteren Durchführungsweg den "Pensionsfonds" eingeführt. Die AMLeben wird die Voraussetzungen schaffen, auch zu dieser neuen Form der betrieblichen Altersversorgung Angebote bereitzustellen.
Bei der Riester-Police erwartet die AMLeben nach dem hervorragenden Start in 2001 eine Fortsetzung der äußerst erfolgreichen Absatzentwicklung. Ziel der AMVersicherungen sind rund 600 000 staatlich geförderte Altersvorsorgeverträge bis Ende des Jahres. Die komplizierte Konstruktion dieses Vorsorgeproduktes macht die persönliche Beratung der Kunden geradezu zwingend notwendig. Von Bundesarbeitsminister Walter Riester erwarten wir, dass er nach dem richtigen Einstieg in die kapitalgedeckte Rentenversicherung das komplizierte Korsett drumherum durch eine rasche Gesetzesnovelle beseitigt. Nur dann wird das gesellschaftspolitische Ziel einer breiten staatlich geförderten Altersvorsorge tatsächlich auch erreicht. Gleichzeitig müssen die Versicherungsunternehmen von einem Übermaß an Bürokratismus befreit werden.
Aber bis zu der dringend notwendigen Überarbeitung des Gesetzes betrachten es die AMVersicherungen als ihre Verpflichtung, ihren Kunden beim Ausfüllen des mehrseitigen Antragsformulars für die staatliche Zulagenförderung jeweils am Ende des Jahres zu helfen. Das heißt, nicht nur bei Vertragsabschluß, sondern auch in der weiteren Abfolge, ist die persönliche Beratung und Betreuung unerlässlich. Die technischen Voraussetzungen dafür, die größtenteils handschriftlich ausgefüllten Formulare elektronisch aufzubereiten und dann der zentralen Zulagenstelle zu übermitteln, sind bei den AMVersicherungen rechtzeitig gegeben.
Insgesamt betrachtet haben das steigende Bewusstsein für eine private Altersvorsorge und auch die versicherungsrechtlichen Aspekte der Terroranschläge am 11. September bewirkt, dass in der breiten Öffentlichkeit jetzt eine objektivere Diskussion und Bewertung von notwendigen Versicherungsleistungen möglich ist. Die Versicherungen ihrerseits sind aufgefordert, sich in diesem Diskussionsprozess ihre sachorientierten Positionen und ihre Leistungsfähigkeit bewusst zu machen.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
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