Aktionärsbrief Zwischenbericht über das erste Halbjahr 1998

14.08.1998 | Köln
Damit hat die Gesellschaft ihre Unternehmensziele, Wachstum und Ertrag sowie Effizienz zu steigern und zugleich die Kosten zu senken, weiter realisiert. Mit positiven Ergebnissen deutlich über dem Branchenwert stärkt die AM-Leben als eine der führenden Gesellschaften des Landes ihre Position für den immer härter werdenden Wettbewerb.

Die gute Entwicklung der AM-Leben insgesamt wird an den wesentlichen Unternehmenszahlen über den Geschäftsverlauf vom 1. Januar bis zum 30. Juni 1998 deutlich:

Die Beitragseinnahmen stiegen in diesem Zeitraum auf 1,9 Milliarden DM (+6,4 %). Damit liegt unser Unternehmen deutlich über der Branchenentwicklung, die im Frühjahr eine Steigerung von nur 3,8 % verzeichnete.

Das Neugeschäft nach laufenden Jahresbeiträgen hat sich ebenfalls deutlich erhöht, und zwar auf knapp 300 Millionen DM (+9,5 %). Auch hier ist die AM-Leben in weitem Abstand vor der Branche insgesamt, die zum Mai 1998 hier einen Rückgang von -1,4 % gegenüber dem Vorjahresergebnis meldete.

Nach Versicherungssumme betrug das eingelöste Neugeschäft im ersten Halbjahr 1998 rund 9,1 Milliarden DM (+11,2 %).

Unser dynamisches Neugeschäft resultiert zu einem Großteil aus den sehr guten Verkaufserfolgen der mit uns partnerschaftlich verbundenen Deutsche Vermögensberatung AG. Vor allem erweist sich dabei die von uns exklusiv für die DVAG konzipierte "Start-Ziel-Police" als ein großer Erfolg. So erreichte dieses neue Produkt in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Anteil von 25,1 % am gesamten Geschäft. Die "Start-Ziel-Police" besteht aus zwei miteinander verknüpften Elementen: Die Grundversicherung des Kunden wird durch eine Kapitallebensversicherung gewährleistet. Im weiteren Vertragsverlauf werden dann die sich ergebenden Überschußanteile und die Sparbeiträge der Dynamikerhöhungen in attraktiven Fonds des Deutscher Investment Trust angelegt.

Der Verkaufserfolg der "Start-Ziel-Police", die wir den Fondsgebundenen Lebensversicherungen zurechnen, hat dazu geführt, daß der Produktionsanteil in diesem Segment insgesamt im ersten Halbjahr 1998 auf 36,8 % (1997: 13 %) gestiegen ist.

Die Einzelkapitallebensversicherungen und alle anderen Versicherungsarten sind dementsprechend im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Nach wie vor bilden die Einzelkapitallebensversicherungen mit einem Anteil von 35,7 % noch immer einen deutlichen Schwerpunkt unseres Neugeschäfts. Der Anteil der Rentenversicherungen am gesamten Geschäft beträgt 16,1 %.

Der Versicherungsbestand erhöhte sich zum 30.6.1998 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf 131,1 Milliarden DM. Das ist ein Zuwachs von 6,6 Milliarden DM (+ 5,3 %).

Der Bestand an Kapitalanlagen erreichte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 25,1 Milliarden DM. Dies entspricht einem Zuwachs von 2,9 Milliarden DM (+13 %). Anlageschwerpunkte waren festverzinsliche Wertpapiere, Namenschuldverschreibungen sowie Aktien. Die laufenden Kapitalerträge stiegen auf 791,4 Millionen DM (+8,8 %). In dem unterschiedlichen Verlauf dieser Steigerungsraten dokumentieren sich die Auswirkungen des niedrigen Zinsniveaus. Daneben erzielte die

AM-Leben bis zum Ende des ersten Halbjahres 1998 Verkaufsgewinne in Höhe von 185,7 Millionen DM.

Positiv waren auch die Bemühungen, trotz der Investitionen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit die Kostenquoten weiter zu senken. So konnten sowohl bei den Verwaltungskosten als auch bei den Abschlußkosten weitere Verbesserungen erzielt werden. Im Trend richtig ist auch die Entwicklung der Stornoquote, die nach laufendem Jahresbeitrag im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 7,2 % (1997: 7,3 %) betrug.

Die AM-Leben hatte zum 30.6.1998 insgesamt 1.808 Mitarbeiter. Dies waren 72 Mitarbeiter weniger als im Jahr zuvor. Unter Berücksichtigung der Beteiligungen gemäß § 5 MitbestG beträgt die Mitarbeiterzahl 2.259 gegenüber 2.307 zum vergleichbaren Vorjahreszeitpunkt.

Ausblick

Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres rechnen wir mit einer Fortsetzung unserer erfolgreichen Unternehmensentwicklung, und zwar auf allen Feldern. Für das gesamte Geschäftsjahr 1998 erwarten wir dann folgende Ergebnisse:

Die Beitragseinnahmen wachsen auf 4 Milliarden DM (+4,9 %).

Das Neugeschäft erreicht ein Volumen von rund 18,5 Milliarden DM Versiche-rungssumme. Hieraus resultieren laufende Jahresbeiträge von über 600 Millionen DM. Dies bedeutet Steigerungsraten nach Versicherungssumme und laufendem Beitrag von jeweils deutlich über 10%.

Der Versicherungsbestand wird bis Ende 1998 auf ca. 135 Milliarden DM steigen (+ 5,6 %). Bei der derzeitigen Entwicklung erscheint auch eine noch weitere Verbesserung der Stornoquote erreichbar.

Bei den Kapitalanlagen rechnet das Unternehmen zum Jahresende mit einem Bestand von rund 26 Milliarden DM incl. FLV. Die Kapitalerträge werden auf mehr als 1,7 Milliarden DM wachsen.

Beim Rohüberschuß erzielte das Unternehmen in den zurückliegenden Jahren beachtliche Zuwächse. So hat sich der Rohüberschuß in den letzten fünf Berichtsjahren nahezu verdoppelt. Trotz dieses hohen Niveaus rechnen wir für 1998 mit einer erneuten Steigerung des Rohüberschusses.

Dieses von uns insgesamt erwartete gute Geschäftsergebnis wird dem Unternehmen eine hohe Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung für die Gewinnbeteiligung unserer Kunden, eine angemessene Dotierung unserer Rücklagen sowie die Ausschüttung einer Dividende von 15.- DM je Aktie an unsere Aktionäre auf das erhöhte Grundkapital ermög-lichen. Die neuen ausgegebenen Aktien sind mit voller Gewinnberechtigung für das Jahr 1998 ausgestattet.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

Dieser Beitrag wurde bisher 80 mal gelesen.
(Rang 471 auf dividenden24.de)

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Ohoven: Die Wette läuft, die Risiken steigen

27.10.2011 | Zu den Ergebnissen des EU-Gipfels erklärt der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW)...

weiter in Ohoven: Die Wette läuft, die ...

NÜRNBERGER Leben erneut mit Bestnoten ausgezeichnet

24.10.2011 | Die NÜRNBERGER Lebensversicherung AG (NLV) sieht sich auf die Einführung neuer Eigenkapitalvorschriften im...

weiter in NÜRNBERGER Leben erneut mit ...

BIG für beste Finanzkraft ausgezeichnet

09.06.2011 | Der Gesundheitszustand vonBIG direkt gesund ist bestens. Das attestierte der Direktkrankenkasse das Deutsche...

weiter in BIG für beste Finanzkraft ...

HypoVereinsbank onemarkets bietet Vermögensmanagement erstmals mit Kapitalschutz an

07.06.2011 | Ab sofort bietet HypoVereinsbank onemarkets die HVB Vermögensdepot privat Wachstum Garant Anleihe 7/2018 an....

weiter in HypoVereinsbank onemarkets bietet ...

Kaldemorgen im Konzentrat

07.06.2011 | Erstmalig trägt ein DWS-Fonds den Namen des Fondsmanagers: DWS Concept Kaldemorgen (DWSK00). Hauptsächlich mit...

weiter in Kaldemorgen im Konzentrat ...



Aktuelles

Festgeldzinsen diverser Anbieter im Vergleich

In Zeiten finanzieller Unsicherheiten gehen die meisten...

weiter ...

Volkswagen Konzern übertrifft nach neun Monaten das Ergebnis des Gesamtjahres 2010

Umsatz legt um rund 26 Prozent auf 116,3 (92,5) Milliarden...

weiter ...

Neuigkeiten

Mercedes- Benz Werk Mannheim verbucht gutes Jahr 2011

Motorenwerk bis Jahresende gut ausgelastet Neuer Motor...

weiter ...

Hohes Mittelaufkommen am deutschen Rentenmarkt

Das Emissionsvolumen am deutschen Rentenmarkt belief sich im...

weiter ...

Weitere Themen

Die Dividende bei Aktien

Mit Aktien können Sie auf zweifache Weise Geld verdienen....

weiter ...

DKM: Gothaer präsentiert die neue Generation der bAV

Sicherheit, Ertrag und Flexibilität. VarioRent Reflex jetzt...

weiter ...

Archiv

Ohoven: Die Wette läuft, die Risiken steigen

Zu den Ergebnissen des EU-Gipfels erklärt der Präsident des...

weiter ...

NÜRNBERGER Leben erneut mit Bestnoten ausgezeichnet

Die NÜRNBERGER Lebensversicherung AG (NLV) sieht sich auf...

weiter ...

Verschiedenes

Netzentgelte: Regierung schröpft Verbraucher

vzbv fordert eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft an...

weiter ...

In der Krise zählen Dividenden

In den letzten 2-3 Jahren hat die Börse einige turbulente...

weiter ...