Deutsche Bank Umfrage - 100 Tage bis zur Abgeltungsteuer

19.09.2008 | Frankfurt am Main
100 Tage vor Einführung der Abgeltungsteuer sagen zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent) in einer Umfrage der Deutschen Bank, sie hätten schon einmal etwas von der Abgeltungsteuer gehört. Das ist ein Plus von 9 Prozent seit Mai und immerhin eine Verdoppelung der Bekanntheit im Vergleich zur Umfrage vor einem Jahr (33 Prozent). Allerdings lassen sich 60 Prozent der Befragten in ihrem Anlageverhalten nicht von der Abgeltungsteuer beeinflussen.

Erst für 11 Prozent spielt sie eine größere Rolle bei der Geldanlage. Doch damit entgehen Anlegern unter Umständen Steuervorteile, denn ab Januar 2009 gilt die neue Regelung: Kapitalerträge werden dann mit mindestens 25 Prozent und unabhängig vom persönlichen Steuersatz grundsätzlich "abgegolten". Kursgewinne aus bis Ende 2008 getätigten Aktienanlagen beispielsweise werden dagegen nach der bisherigen Regelung veranlagt und bleiben daher nach einer Haltedauer von mehr als 12 Monaten weiterhin steuerfrei.

Beratung durch die Bank erwünscht

Laut der Umfrage erwarten 80 Prozent der Deutschen Information und Beratung zur Abgeltungsteuer: in erster Linie von ihrem Bankberater oder ihrer Bank (55 bzw. 47 Prozent), gefolgt von ihrem Steuerberater (31 Prozent) oder den Medien (27 Prozent).

"Ab dem 23. September sind es noch 100 Tage bis zum Start der Abgeltungsteuer - ein wichtiger Zeitraum für Anleger, um einen Beratungstermin in der Bank zu vereinbaren", sagt Dr. Hans Martin Kraus, Leiter Personal Banking Deutschland der Deutschen Bank. "Eine Neuausrichtung der Anlagen oder der Depotstruktur, die noch im Jahr 2008 vorgenommen wird, kann Rendite bringen und Steuervorteile sichern."

Überprüfung der individuellen Finanzplanung sinnvoll

Allerdings planen nur 22 Prozent der Befragten eine Umstrukturierung ihrer Geldanlagen. Kraus empfiehlt jedoch, spätestens jetzt Beratung in Anspruch zu nehmen: "Wer jetzt nicht handelt, riskiert Geld zu verschenken. Mindestens einmal im Jahr sollte ohnehin überprüft werden, ob die aktuelle Anlagestrategie noch mit der individuellen Finanzplanung übereinstimmt und das passende Rendite-Risiko-Profil aufweist." Eine Möglichkeit der Anlagestrategie ist der "Core-Satellite"-Ansatz. Dabei wird ein Teil des Vermögens sehr langfristig investiert und mit kurzfristigeren Anlagen ergänzt, die auch von aktuellen Marktchancen profitieren können. "Alternativ kann eine Vermögensverwaltung interessant sein, bei der notwendige Anpassungen und Umschichtungen durch die Bank steuerneutral vorgenommen werden", empfiehlt Kraus.

Quelle: Pressemeldung Deutsche Bank AG

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