Deutsche Bank will Kundenzahl im Heilberufe-Segment verdoppeln

15.01.2008 | Frankfurt am Main
ie Deutsche Bank startet ab sofort eine Beratungs- und Produktoffensive für alle geschäftlichen Belange von Medizinern. Im Zuge der Initiative, die sich zunächst an Ärzte und Zahnärzte richtet, will die Deutsche Bank die Zahl ihrer aktuell 30.000 Kunden im Heilberufe-Segment bis zum Jahr 2010 verdoppeln.

Außerdem soll die Zahl der Betreuer für diese Zielgruppe auf 200 erhöht werden. Momentan betreuen 150 auf Heilberufe spezialisierte Berater an 120 Standorten die Kunden in ganz Deutschland. Die Offensive ist Teil der kürzlich gestarteten Mittelstandskampagne der Deutschen Bank.

"Heilberufler erwarten von ihrer Bank, dass sie einen Berater an ihre Seite gestellt bekommen, der das komplexe berufliche Umfeld kennt. Mit unserer neuen Initiative können wir genau dies anbieten und sind somit bestens aufgestellt, um weiter signifikante Marktanteile hinzu zu gewinnen", erläutert Cristof Reiser, Mitglied der Geschäftsleitung Privat- und Geschäftskunden Deutschland und Leiter Business Banking der Deutschen Bank, die neue Initiative im Mittelstand.

Jeder Berater absolviert eine spezielle Ausbildung, die die Themen Arztrecht, Niederlassungsformen, Honorarabrechnung, Praxisbewertung, Ärztezentren und regionale Netzwerke sowie steuerliche und rechtliche Grundlagen beinhaltet. Neben den Experten steht für die Kunden ein breites Produkt- und Leistungsangebot bereit - unter anderem ein Startpaket, um Ärzte und Zahnärzte beim Schritt in die Selbstständigkeit zu unterstützen.

Die Deutsche Bank will mit ihrer Wachstumsinitiative Heilberufler in die Lage versetzen, von der aktuellen Marktliberalisierung und der damit einhergehenden Strukturveränderung im Gesundheitswesen zu profitieren und so den Erfolg der Heilberufler aktiv mit zu gestalten.

Eine aktuelle DB Research-Studie "Mediziner: Chancen durch neue Einnahmefelder" zeigt, wie die wirtschaftlichen Perspektiven aufgrund der demografischen Entwicklung und des raschen medizinischen Fortschritts aussehen und welche Chancen sich hieraus für Mediziner ergeben.

Laut Studie nahmen in Deutschland die Ausgaben für Gesundheitsleistungen von 1996 an bis 2006 von EUR 195 Mrd. auf EUR 248 Mrd. zu. Das Wachstum von insgesamt 27% war um 3%-Punkte stärker als die Zunahme des BIP. Die Entwicklung überproportional steigender Gesundheitsausgaben dürfte sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Bis 2015 könnte ihr Anteil am BIP 12% erreichen (derzeit: knapp 11%).

Dazu Prof. Dr. Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank AG: "Der Gesundheitssektor erhält Impulse durch die demografische Entwicklung. Wachstumstreiber der zunehmenden Gesundheitsausgaben ist die alternde Gesellschaft." Die Zahl der über 65-Jährigen wird gemäß DB Research von derzeit 16,3 auf 17,5 Mio. im Jahr 2015 steigen. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung kommt dann auf 21% gegenüber 20% 2006. Noch eindrucksvoller ist die Entwicklung bei den über 80-Jährigen. Bis 2015 könnte deren Zahl um fast ein Drittel auf knapp 5 Mio. zulegen. Demzufolge expandiert auch die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen gegen altersbedingte Beschwerden. Unterstützt wird dieser Trend durch den medizinischen Fortschritt und das zunehmende Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung.

In Zukunft dürfte die Zahl der niedergelassenen Ärzte weiter zunehmen - allerdings verlangsamt. Bis 2015 steigt deren Zahl um 0,3% auf 131.000 (2006/1992: + knapp 2% p.a.). Ein Grund für den lediglich moderaten Anstieg ist der Trend zu Gemeinschaftspraxen und Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) dank niedrigerer Kosten und höherer Einnahmen pro Arzt.

Die Deutsche Bank betreut in Deutschland rund 900.000 Mittelstandskunden, vom Freiberufler über Familienunternehmen bis zur Aktiengesellschaft. Sie ist an rund 850 Standorten für die Mittelstandskunden vor Ort.

Quelle: Pressemeldung Deutsche Bank AG

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