Emerging Markets wachsen in 2010 um 6,2 Prozent
Die Schwellenländer werden nach Schätzung der HSBC in 2010 ein Wirtschaftswachstum von 6,2 Prozent erzielen, während das Wachstum in den entwickelten Ländern nur 1,9 Prozent erreichen wird. Die Emerging Markets werden damit wie im vergangenen so auch in diesem Jahr die Erholung der Weltwirtschaft anführen. Zu diesem Ergebnis kommt die HSBC in ihrem Jahresbericht Emerging Markets Insights 2010, der auf dem Emerging Markets Index (EMI) basiert. Allerdings weisen die Experten der HSBC in ihrem Report auf Inflationsrisiken hin, die zu Zinserhöhungen in verschiedenen Schwellenländern führen werden. So rechnen sie im ersten Quartal 2010 mit Zinserhöhungen in Korea und Taiwan; Brasilien und die Türkei werden im zweiten Quartal folgen. In Mexiko rechnen sie im dritten Quartal mit steigenden Zinsen. Russland könnte im letzten Quartal 2010 nachziehen. Keine wirtschaftspolitische Abstimmung mit den entwickelten Ländern Darüber hinaus werden viele Emerging Markets-Länder unterschiedliche Maßnahmen ergreifen, um ihre Währungen zu stabilisieren. Beispielsweise könnten sie nach brasilianischem Vorbild Kapitalkontrollen einführen, um einer Aufwertung ihrer Währung entgegen zu wirken. Die Maßnahmen der einzelnen Länder mögen sich stark unterscheiden, sie werden aber eine Gemeinsamkeit aufweisen: Sie werden unabhängig von den Entscheidungen in den USA oder Europa getroffen, so die Einschätzung der HSBC-Experten. Dazu Stephen King, Chief Economist der HSBC: "In der globalen Wirtschaft haben sich die Machtverhältnisse verschoben. Man kann nicht mehr überzeugend argumentieren, dass die USA oder Europa der gesamten Weltwirtschaft die Agenda diktieren." 2009 werde als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem man das gesamte Ausmaß der Finanzkrise in den entwickelten Ländern erkannt habe und gleichzeitig Zeuge der Widerstandskraft der Emerging Markets wurde. Starkes Wachstum in Asien und Brasilien, Erholung in Mexiko und Osteuropa In ihrem Emerging Markets Insights-Report gehen die HSBC-Experten detailliert auf die Wachstumsaussichten der verschiedenen Emerging Markets-Regionen ein. Für Asien prognostizieren sie eine Fortsetzung des starken Wachstums, das von einer Stärkung der Inlandsnachfrage getrieben wird. Lokomotive der Region wird weiterhin China bleiben mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 9,5 Prozent. Auch Brasilien wird in 2010 stark wachsen. Andre Loes, Chief Economist für Brasilien, rechnet mit einem Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 5,6 Prozent. Damit werde das Land wieder zu seinem Wachstumstrend vor Ausbruch der Finanzkrise zurückkehren. Mexiko, das zweite große lateinamerikanische Schwellenland, wurde aufgrund seiner engen wirtschaftlichen Verbindung zu den USA härter von der Krise getroffen als die anderen Länder Lateinamerikas. Aber auch hier ist mit einer deutlichen Erholung zu rechnen. Das Bruttoinlandsprodukt wird nach HSBC-Schätzung real um 3,6 Prozent zulegen. Das Bild für Zentral- und Osteuropa ist gemischt. Die von HSBC in Zusammenarbeit mit Markit erhobenen Einkaufsmanager-Indizes deuten auf eine Erholung hin. Allerdings könnte diese an Schwung verlieren, da sich die Verbesserungen im Lagerzyklus und die fiskalischen Stimuli abschwächen. Ausführliche Informationen können Sie dem Bericht HSBC Emerging Markets Insights 2010 entnehmen. Er beinhaltet Daten des HSBC Emerging Markets Index, der anhand der etablierten Daten der Purchasing Managers" Indizes (PMI) des globalen Finanzinformations- Dienstleisters Markit berechnet wird. HSBC gab im vergangenen Jahr die Partnerschaft mit Markit bekannt, um zahlreiche PMIs für die Schwellenländer zu erstellen.
Quelle: Pressemeldung HSBC Trinkaus & Burkhardt AG
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