HARTMANN setzt profitables Wachstum fort

29.03.2007 | Heidenheim
Marktposition im Medicalgeschäft weiter ausgebaut: Heidenheim/Stuttgart, 29.03.2007. Im Geschäftsjahr 2006 ist die HARTMANN GRUPPE bei der Umsetzung der Konzernstrategie FOCUS weiter vorangekommen. So konnte das Unternehmen auch seine Positionierung als Solution-Partner für Medizin und Pflege mit kundenindividuellen Systemangeboten ausbauen.

Der Anteil des medizinischen Kerngeschäfts am Konzernumsatz von 1,2 Mrd. EUR ist von 79 % auf 82 % gestiegen. In den Segmenten Wund-, Inkontinenz- und OP-Management erhöhte HARTMANN sein Absatzvolumen um 6,1 %. Berücksichtigt man das schwierige Marktumfeld und den Preisrückgang um 2,6 %, steigerte das Unternehmen seine Umsatzerlöse in den Kernsegmenten um 3,5 %. Das Konzernergebnis verbesserte sich um 2,0 Mio. EUR auf 41,6 Mio. EUR. Der Hauptversammlung am 16. Mai 2007 wird eine auf 3,40 EUR erhöhte Dividende vorgeschlagen.

Organischer Konzernumsatz zeigte solides Wachstum

Im Jahr 2006 erzielte die HARTMANN GRUPPE weltweit Umsatzerlöse in Höhe von 1.216,9 Mio. EUR; dies entspricht einer Steigerung um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr. Unter Berücksichtigung der im Jahr 2005 vorgenommenen Veränderungen des Konsolidierungskreises, insbesondere des Verkaufs des Markengeschäfts mit Babywindeln, lag das organische Wachstum auf vergleichbarer Basis bei 2,7 %. Infolge der Fokussierung auf die medizinischen Kernsegmente Wund-, Inkontinenz- und OP-Management nahm im Berichtsjahr die Qualität der Umsätze weiter zu. Hier konnte HARTMANN seine Umsatzerlöse im Berichtsjahr um 3,5 % steigern. Berücksichtigt man den Preisrückgang um 2,6 %, so konnte das Unternehmen sein Absatzvolumen in den Kernsegmenten um 6,1 % erhöhen und damit seine Marktposition weiter festigen. Das medizinische Kerngeschäft macht inzwischen 82,1 % des Gesamtumsatzes aus. Dies entspricht einer Steigerung zum Vorjahr um 2,7 Prozentpunkte.

Umsatzplus in allen drei Kernsegmenten

Mit einem Umsatz von 465,0 Mio. EUR erwies sich das Segment Inkontinenzmanagement wiederum als das stärkste. Trotz des hohen Preisdrucks im Ausschreibungsgeschäft und einer restriktiven Erstattungspraxis bei absorbierenden Inkontinenzprodukten lag der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr bei 2,6 %. Im Segment Wundmanagement konnte das Unternehmen bei einem Wachstum von 3,1 % Umsatzerlöse in Höhe von 366,7 Mio. EUR realisieren. Obwohl der klassische Verbandstoffsektor durch die Zunahme lokaler preisaggressiver Anbieter unter erheblichem Druck stand, verzeichnete HARTMANN in den Auslandsmärkten erfreuliche Zuwachsraten.

Mit einer Steigerung um 6,9 % auf 167,3 Mio. EUR verzeichnete das Segment OP-Management erfreuliche Umsatzzuwächse. Das erneut zweistellige Wachstum mit kundenindividuellen OP-Komplettsets zeigt, dass HARTMANN angesichts des hohen Preisdrucks im Klinikgeschäft mit seinen Produktlösungen gut aufgestellt ist. Bei den weiteren Konzernaktivitäten, denen im Wesentlichen die endverbrauchernahen Sortimente und Handelsaktivitäten zugeordnet sind, führte HARTMANN die Umsatzerlöse strategiekonform um 12,8 % auf 217,9 Mio. EUR zurück.

Bedeutung europäischer Märkte nimmt weiter zu

Im Jahr 2006 konnte die HARTMANN GRUPPE ihren Anspruch, einer der führenden internationalen Anbieter von Medizin- und Hygieneprodukten zu sein, weiter festigen. Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozentpunkte auf 64,6 %. Die Umsatzerlöse stiegen dort auf 786,6 Mio. EUR. In Deutschland verursachten hauptsächlich Veränderungen im Beteiligungsportfolio im Jahr 2005 einen Rückgang um 4,1 % auf 430,3 Mio. EUR. In Europa ohne Deutschland verzeichnete das Unternehmen eine Zunahme der Umsatzerlöse um 3,5 % auf 672,6 Mio. EUR; allerdings lag dort das Wachstum in den medizinischen Kernsegmenten bei 5,7 %.

Konzernergebnis weiter verbessert

Die konsequente Fokussierung auf die medizinischen Kernsortimente wirkte sich auch im Jahr 2006 positiv auf die Ergebnisentwicklung aus. Mit einem operativen Konzernergebnis (Ergebnis vor Sondereffekten) von 34,1 Mio. EUR ist es HARTMANN gelungen, das erfreuliche Ergebnis des Vorjahres von 32,1 Mio. EUR zu übertreffen. Mit dem Ziel, in der Konzernsteuerung auf Nachhaltigkeit zu achten, wurde das ausgewiesene Ergebnis um Sondereffekte bereinigt. Im Berichtsjahr ergaben sich verschiedene Sondereffekte, die im Saldo das Konzernergebnis um 7,5 Mio. EUR positiv beeinflusst haben. Unter Berücksichtigung dieser Sondereffekte lag das Konzernergebnis bei 41,6 Mio. EUR; dies stellt eine Steigerung um 2,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr dar. Entsprechend erhöhte sich die Nettoumsatzrendite von 3,3 % auf 3,4 % im Jahr 2006. Darüber hinaus ist es HARTMANN im abgelaufenen Geschäftsjahr gelungen, die Substanz des Unternehmens weiter zu verbessern: Mit 49,1 % lag die Eigenkapitalquote zum Jahresende 3,0 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Außerdem konnte die Nettoverschuldung um 17,8 Mio. EUR auf 132,1 Mio. EUR weiter zurückgeführt werden. Damit ist der Abbau der Konzernverschuldung planmäßig fortgeschritten.

Zahl der Beschäftigten war rückläufig

Zum Jahresende 2006 waren in der HARTMANN GRUPPE weltweit 8.752 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, 362 weniger als im Vorjahr. Davon arbeiteten 3.368 Personen in Deutschland, und 5.384 waren an Standorten im Ausland tätig. Mit einem Verhältnis von 38 % zu 62 % blieb das Verhältnis zwischen Beschäftigten in Deutschland und im Ausland auf Vorjahresniveau.

Dividendenvorschlag 3,40 EUR pro Aktie

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 16. Mai 2007 vorschlagen, die Dividende von 3,30 EUR um 3,0 % auf 3,40 EUR zu erhöhen. Mit diesem Gewinnverwendungsvorschlag liegt die Dividendenrendite bezogen auf den Jahresendkurs 2006 bei 2,1 %.

Weiterhin profitables Wachstum erwartet

Trotz eines weiterhin schwierigen Marktumfelds erwartet die HARTMANN GRUPPE für das Jahr 2007 ein anhaltendes Wachstum in den medizinischen Kernsortimenten. "Unser neues Profil als Anbieter von kundenindividuellen Lösungen aus Produkten und Dienstleistungen wird im Markt gut angenommen. Daher sind wir überzeugt, auch künftig mit professionellen Systemangeboten profitable Umsätze zu generieren", fasste Dr. Rinaldo Riguzzi, Vorstandsvorsitzender der PAUL HARTMANN AG, bei der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart als Ausblick zusammen. Bei den weiteren Konzernaktivitäten rechnet HARTMANN mit einer moderaten Umsatzbelebung. Unter Berücksichtigung profitablerer Umsätze in den Kernsegmenten und einer Ergebnisverbesserung bei den deutschen Tochtergesellschaften erwartet das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr eine weitere Verbesserung des Konzernergebnisses.

Quelle: Pressemeldung PAUL HARTMANN AG

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