Honorar beliebter als Fondsgebühren
Danach halten 91 Prozent der befragten Deutschen eine Beratung für sehr wichtig, unter den Besserverdienenden und Fondsbesitzern sind es sogar 97 Prozent, die erst nach einer Beratung Verträge abschließen. "Es scheint so als hätte die Do-it-yourself-Variante bei der Anlage in Fonds an Bedeutung verloren", stellt Karin Kleinemas, Marketing-Leiterin von Axa IM fest. "Durch die Krise sind die Menschen vorsichtiger geworden und nehmen bei der Anlageentscheidung wieder eher professionellen Rat an." Allerdings hat die Krise auch den Blick auf Unabhängigkeit gelenkt. Die Mehrzahl der Deutschen (54 Prozent) favorisieren nämlich die Honorarberatung und ziehen diese den klassischen Fondsgebühren (42 Prozent) vor. So würden jeweils 58 Prozent der Frauen sowie jüngeren Anleger und 56 Prozent der Besserverdienenden lieber für eine fundierte Beratung bezahlen als regelmäßig Fondsgebühren. Dass eine gute Beratung auch Geld wert ist, haben die Verbraucher erkannt: 78 Prozent der Deutschen würden lieber für die Beratung zahlen, wenn dafür die Fondsgebühren wegfielen. Allerdings sind nur knapp 25 Prozent bereit, dafür mehr als 100 Euro auszugeben.
Die Axa-Studie weist wie viele andere auch Wissenslücken in der Bevölkerung auf. Es sind vor allem die englischen Begriffe, die das Verständnis von Anlageformen, Gebühren und Verträgen erschweren: Immerhin etwa jeder Dritte kann nichts mit dem Begriff "Management Fee" anfangen. Jeder Zweite meint, beim Abschluss eines Fonds wäre eine Bereitstellungsgebühr fällig, die es gar nicht gibt. dafür kennen 73 Prozent die Depotgebühr und 63 wissen, was hinter einem Ausgabeaufschlag steck.
(vs)
Quelle: Pressemeldung BÖAG BÖRSEN AG
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