Nebenwerte als Performancetreiber im Depot
Im Jahr 2009 legten die Small Caps global um 46 Prozent zu, während Large Caps einen Wertezuwachs von "nur" 29 Prozent verzeichneten. Zwar hatten die Aktien der kleinen Unternehmen zuvor in der Krise auch etwas stärker gelitten als die großer Unternehmen. In der Vergangenheit haben sich Small Caps in global ausgerichteten Aktiendepots über ganze Konjunkturzyklen hinweg jedoch als Performancetreiber im Depot erwiesen.
Stefan Scheurer, Kapitalmarktanalyst bei Allianz Global Investors und Autor der Studie "Is small beautiful?" stellt hierzu fest: "Small Caps sind stärker von der konjunkturellen Entwicklung abhängig als Blue Chips, zumal bei ihnen in den globalen Indizes konjunktursensible Wirtschaftsbereiche höher gewichtet sind als bei großen Unternehmen. Langfristig wird das mit Small Caps verbundene höhere Risiko am Kapitalmarkt aber entgolten. So hat eine wissenschaftliche Untersuchung von Ibbotson Associates gezeigt, dass im 80-Jahreszeitraum von 1925 bis 2005 Small Caps mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 12,6 Prozent rund 2 Prozentpunkte mehr erwirtschafteten als Large Caps, welche 10,4 Prozent pro Jahr abwarfen." Ein Investitionsstil, der auf kleine Unternehmen setzt, bringt damit für den Anleger zwar eine höhere Volatilität, aber auch eine höhere im Schnitt zu erwartende Rendite mit sich.
Aktives Management bei Small Caps
Für den höheren Renditebeitrag von Small Caps gibt es eine Reihe von Gründen. Ein wesentlicher ist, dass das Anlageuniversum gering kapitalisierter Unternehmen deutlich größer ist als das der Large Caps. Damit ist die Qual der Wahl für einen Fondsmanager, die richtigen Werte zu finden, naturgemäß größer. Dies birgt aber auch Vorteile. Frank Hansen, Leiter des europäischen Mid-/Small Cap Teams bei Allianz Global Investors und Manager des Fonds Allianz RCM Nebenwerte Deutschland, verweist in diesem Zusammenhang auf die geringere Informationseffizienz auf den Small Cap-Märkten. "Während sich um die Large Caps eine Vielzahl von Analysten und professionellen Anlegern kümmern, wird den Small Caps deutlich weniger Aufmerksamkeit zuteil. Kursrelevante Informationen verbreiten sich damit weniger schnell. Daher kommt es stärker auf die eigene Bewertung an, um die Spreu vom Weizen zu trennen." Mithilfe eines fundamentalen Analyseprozesses ist es daher möglich, einen Informationsvorteil zu erarbeiten und diesen renditeträchtig zu nutzen. Das Nebenwerte-Segment ist somit ein klarer Kandidat für ein aktives Asset Management.
Aktuelle Bewertung immer noch attraktiv
Trotz der starken Kurserholung bei Small Caps seit Frühjahr 2009 ist dieses Aktiensegment nach Ansicht der AllianzGI-Experten auch aus Bewertungssicht weiterhin attraktiv. Nebenwerte bleiben damit interessant, zumal sie in stärkerem Ausmaß als die Blue Chips von einer zu erwartenden weiteren Konjunkturerholung profitieren sollten. Darüber hinaus ist das Ertragswachstum kleiner und mittlerer Unternehmen regelmäßig größer als das der großen Unternehmen. Dies liegt daran, dass kleine Unternehmen aufgrund ihrer geringen Ausgangsgröße deutlich höhere Wachstumsraten aufweisen können als die Großen. Fazit Hansen: "Trotz der bereits guten zurückliegenden Performance dürften sich Nebenwerte auch in den kommenden Monaten im Schnitt besser entwickeln als Large Caps."
Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen oben rechts zur Verfügung gestellt wird.
Quelle: Pressemeldung Allianz Global Investors
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