Raiffeisen Versicherung setzt auf Sicherheit und Garantie
Pensionssymposion der Raiffeisen Versicherung AG, 6.9.2008, Kopenhagen
- Lebensversicherung punktet mit Sicherheit, Ertragsgarantie und Versicherungsschutz
- Erbschafts- und Schenkungssteuerfreiheit- die moderne Form des Testaments
- Betriebliche Vorsorge: Schwache 2. Säule. Forderung nach mehr Flexibilität
- Private Pflegevorsorge in Warteposition
Materielle Absicherung, insbesondere die Unsicherheit, ob die staatlichen Pensionen gesichert sind, beschäftigt laut aktuellen Umfragen einen großen Teil der Österreicherinnen und Österreicher. "Die Wichtigkeit der Pensions- und Lebensstandardsicherung spiegelt sich auch im Vorsorge- und Veranlagungsverhalten der Österreicher wider: Am liebsten wird bei der Existenzsicherung zu weniger risikoreichen Veranlagungsformen gegriffen" so Dr. Christian Sedlnitzky, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Versicherung.
Lebensversicherung punktet mit Sicherheit, Ertragsgarantie und Versicherungsschutz
Derzeit existieren in Österreich rund 10,2 Millionen Lebensversicherungsverträge, also mehr Verträge als es Einwohner gibt. Insgesamt entfallen 6 % bzw. rund EUR 61 Milliarden des Geldvermögens der Österreicher von EUR 387 Milliarden auf Verbindlichkeiten gegenüber Lebensversicherungen. Auch wenn die klassische Lebensversicherung im Vorjahr leichte Rückgänge verzeichnen musste, entspricht sie für den Versicherungsexperten nach wie vor optimal dem hohen Sicherheitswunsch der Kunden. "Wir erleben seit vielen Jahren einen Zyklus. Sind am Kapitalmarkt und an den Börsen gute Renditen zu erzielen gilt die klassische Lebensversicherung als weniger attraktiv. Sind Turbulenzen und Kursverluste wie seit Ende 2007 zu verzeichnen, steigt die Akzeptanz für die Lebensversicherung und wir punkten mit Sicherheit, Ertragsgarantie und gleichzeitigem Versicherungsschutz", betont Dr. Sedlnitzky die Vorteile.
Ein Argument, das in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht vernachlässigt werden darf ist, dass die Lebenserwartung derzeit täglich um bis zu 6 Stunden steigt. "Bei der Rentenversicherung, die mir eine garantierte Pension ausbezahlt, solange ich lebe, lege ich - überspitzt ausgedrückt - das "Risiko" der Langlebigkeit in die Hände der Versicherung. Ich muss mir dadurch nicht überlegen, wie ich mein Geld einteile, damit es bis an mein Lebensende reicht. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber anderen Sparplänen."
Daher kann auch laut Dr. Sedlnitzky die Regel, "je früher mit der Vorsorge begonnen wird, desto weniger muss ich dafür aufwenden" nicht oft genug betont werden. Ein 30jähriger der mit 65 Jahren eine monatliche private Pension von EUR 1.000,- erhalten will, muss bereits etwa um 70 % mehr Prämie für die gleiche Leistung bezahlen als ein 20jähriger. "
Kunden werden immer jünger
Dem Motto "früher vorsorgen" folgen auch zunehmend die Kunden der Raiffeisen Versicherung. Das durchschnittliche Abschlussalter bei Rentenversicherungen ist alleine von 2002 bis 2008 um sechs Jahre gesunken und liegt knapp unter 37 Jahren. Generell liegt dieser Wert bei der Raiffeisen Versicherung in der Lebensversicherung bei knapp unter 35 Jahren. Die durchschnittliche Laufzeit der Verträge beträgt 20 Jahre. Deutlich früher entscheiden sich viele für die staatliche Zukunftsvorsorge, nämlich mit durchschnittlich 23 Jahren. Dieses beliebte Vorsorgeinstrument wählen Eltern und Verwandten gerne auch für Kinder. 45 % der Neuverträge werden daher von unter 20jährigen, auch oft von Erwachsenen für ihren Nachwuchs, abgeschlossen.
Lebensversicherung als moderne Form des Testaments
Neben dem Versicherungsschutz ab dem ersten Tag des Abschlusses im Ablebensfall wird auch eine Mindestverzinsung garantiert. Der Kapitalstand kann sich nicht verringern, sondern wird um die jeweils am Markt erwirtschafteten Gewinnanteile erhöht. Zusätzlich kann der Kunde zwischen kapitalertragssteuerfreier Auszahlung oder einer garantierten und lebenslang monatlich zahlbaren Rente entscheiden. Dr. Sedlnitzky: "Zu diesen besonderen Vorteilen kommt seit August die Erbschafts- und Schenkungssteuerfreiheit, die Lebensversicherungen zur attraktivsten KESt-freien Vorsorgeform machen. Die Leistungen an Begünstigte aus Lebensversicherungen werden nun steuerfrei ausbezahlt. Damit ergibt sich auch eine unbürokratische und flexible Form des modernen Testaments, da der Begünstigte ohne Notar jederzeit einfach geändert werden kann und die Auszahlungen nicht in die Verlassenschaft fallen."
Schwache 2. Säule - Forderung nach mehr Flexibilität
Obwohl die betriebliche Vorsorge in Österreich enormes Potenzial hat und auch bei der Raiffeisen Versicherung 23 % des gesamten Lebensversicherungsgeschäfts ( + 30 % (06/2007 zu 06/2008) auf diesen Bereich entfallen, entwickelt sich die 2. Säule in einigen Bereichen noch nicht zufriedenstellend. "Aktivitäten für die 2. Säule sind in Österreich noch ein Minderheitenprogramm. Daran hat auch der sehr positive Schritt der Abfertigung Neu nichts geändert. Denn der Großteil der Mitarbeiter lässt sich die Ansprüche nach der gesetzlichen Mindestbehaltefrist von drei Jahren auszahlen. Damit wird der eigentliche Gedanke der Auszahlung als lebenslange Firmenrente derzeit nicht erfüllt. Die Anhebung auf mindestens 10 Jahre Behaltefrist wäre sicher ein Schritt in diese Richtung. Die Vorsorgekassen würden sich auch in der Veranlagung und Performanceentwicklung bei einem längeren Zeitraum leichter tun" regt Dr. Sedlnitzky Verbesserungen an.
Auch die seit 2005 angebotene betriebliche Kollektivversicherung entwickelt sich nur schleppend. "Am Markt und auch bei der Raiffeisen Versicherung boomen die Firmenpensionen für Geschäftsführer und leitende Angestellte. Die betriebliche Kollektivversicherung für Mitarbeiter wird wenig genutzt, da die derzeit gültigen gesetzlichen Bestimmungen betreffend der Möglichkeit variabler Zusatzzahlungen seitens des Arbeitsgebers hemmend wirken."
Der Arbeitgeber kann variable Zuzahlungen maximal bis zu jenem Betrag zahlen, zudem er sich grundsätzlich verpflichtet hat. Leistet der Arbeitgeber beispielsweise 1 % der Bruttojahreslohnsumme an Beiträgen für seine Mitarbeiter, kann er auch bei guten Geschäftsergebnissen maximal 1 % zusätzlich an variablen Beiträgen leisten. "In der Praxis werden Bonifikationen aber von guten Geschäftsergebnissen abhängig gemacht. Die Möglichkeit variable Zuzahlungen unabhängig vom verpflichteten Beitragssatz bis zur maximalen 10 % Grenze entrichten zu können, würde die betriebliche Kollektivversicherung attraktiver machen. Gleichzeitig muss auch mit einem gesetzlichen Mindestbeitragssatz sicher gestellt werden, dass für die Mitarbeiter eine entsprechende betriebliche Mindestsicherung gewährleistet wird", so Dr. Sedlnitzky.
Private Pflegevorsorge in Warteposition
Die Produkte der privaten Pflegeversicherung werden bisher noch sehr vorsichtig abgeschlossen. Für den Vorstandsvorsitzenden der Raiffeisen Versicherung ein erklärbarer und gleichzeitig nicht beunruhigender Verlauf: "Wir wissen aus zahlreichen Gesprächen mit unseren Vertriebspartnern und aus eigenen Erfahrungen, dass die Beschäftigung mit der Möglichkeit der eigenen Pflegebedürftigkeit ein klares Verdrängungsthema ist. Auch in der Beratung fällt es schwer, diese Thematik konkret anzusprechen. Anlass für den Abschluss einer Pflegeversicherung ist dann oft eine persönliche Erfahrung mit der Pflege eines nahen Angehörigen und damit auch die Konfrontation mit den damit verbundenen enormen finanziellen Herausforderungen. Das Hauptargument für den Abschluss dabei ist, den eigenen Kindern und Angehörigen weder physisch noch finanziell zur Last fallen zu wollen."
"Die Unwissenheit über die tatsächlichen Pflegekosten und die Unklarheit über die staatliche Pflegeentwicklung sind weitere Gründe für die bisher schwache Entwicklung der privaten Pflegevorsorge. Sie beunruhigt mich jedoch nicht, denn wir stehen mit diesem Produkt erst am Anfang. So wie es in der Pensionsvorsorge viele Jahre gedauert hat, bis sie tatsächlich in den Köpfen verankert war, so wird es auch in der Pflegeabsicherung noch rund 10 Jahre dauern, bis sie ein bedeutender Geschäftszweig wird. Aber ich bin überzeugt davon, dass sie einer wird", so Dr. Sedlnitzky und weiter: "Seitens der neuen Regierung könnte durch den Einschluss der Pflegeversicherung in das gut funktionierende System der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge ein wichtiges politisches Signal für diese Art der Vorsorge gesetzt werden. Wir stehen bei der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge bei rund 1,5 Millionen Verträgen und einem Vermögenswert weit über EUR 2 Milliarden. Der größte Anreiz für den erfolgreichen Verlauf war die staatliche Prämie."
Garantieeinmalerläge als Boom 2008
Besonders erfolgreich verlaufen Garantieeinmalerläge. "Wir haben bereits 2007 als erster Versicherungskonzern mit der Produktidee einer indexgebundenen Lebensversicherung im Einmalerlagsbereich eine Vorsorgelösung auf den Markt gebracht, dessen Ziel nicht nur die Kapitalgarantie auf die Einzahlung, sondern auch eine höchstmögliche Garantie für den Ablauf ist. Der Erfolg zeigt uns, dass wir damit einen richtigen Weg eingeschlagen haben. Die Garantieeinmalerläge lassen sich besonders gut über den Bankvertriebsweg verkaufen, denn 84 % des gesamten Geschäftes dieses Produktes unseres Konzerns resultiert nach dem ersten Halbjahr 2008 aus dem Geschäft mit den Raiffeisenbanken " so Dr. Sedlnitzky.
Als Träger für die Garantie dient im Prinzip eine Anleihe mit der jeweils verbundenen Laufzeit. Diese Anleihe wird zum Zeitpunkt der Auflage gepreist. Entscheidend ist die Bonität des Garantiegebers. Je geringer die Bonität des Garantiegebers, desto höher muss der "Zins" sein, welches das jeweilige Unternehmen für die Platzierung ihrer Anleihe zahlen muss.
"Im Prinzip gilt hier dasselbe wie bei Krediten für Kunden, die Bonität beeinflusst die Konditionen. Wir haben mit der Raiffeisen Zentralbank AG für unser Produkt BEST ZINS RZB GARANT mit einem A+ Rating von Standard & Poors als Garantiegeber für unsere Einmalerlagstranchen einen großen Vorteil gegenüber dem Mitbewerb" betont Dr. Sedlnitzky die Bedeutung des Bonitätsrisikos.
Derzeit läuft noch die zweite Tranche von BEST ZINS RZB GARANT mit einer garantierten Auszahlung des Nettobeitrages (exklusive 4 % Versicherungssteuer) von 165 % . Die Garantie entspricht einer jährlichen Nettoverzinsung von 4,26 % (bei KESt-pflichtigen Direktinvest von 5,68%). Im besten Fall werden nach 12 Jahren Laufzeit 190 % des Nettobeitrages auf Grund der zusätzlichen Ertragsmöglichkeit durch Berechnung der Entwicklung dreier Indizes DJ Euro Stoxx, S&P 500 Index und Nikkei 225.
Quelle: Pressemeldung UNIQA Versicherungen AG
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