UNIQA wächst rasant und erwartet verbessertes Jahresergebnis bei gleichbleibender Dividende
Von den ehemaligen AXA Unternehmen in Österreich, Ungarn und Liechtenstein sind - entsprechend den Konsolidierungsrichtlinien - nur die im 3. Quartal erwirtschafteten Prämien in die konsolidierten Prämieneinnahmen eingeflossen. Unter Miteinrechnung der gesamten Prämieneinnahmen dieser Unternehmen aus den ersten neun Monaten stieg das Prämienvolumen der UNIQA Gruppe um 22,1% auf 2.451,2 Mio. Euro. Ebenfalls nicht berücksichtigt wurden die Prämien der R+V Töchter in Polen und der Slowakei und die der Nürnberger Österreich. In diesen Fällen ist die mehrheitliche Übernahme der Gesellschaften durch UNIQA zwar beschlossen, aber in rechtlicher Hinsicht erst 2004 wirksam.
Der Schaden- und Leistungsaufwand stieg in den ersten drei Quartalen um 10,0% auf 1.779,2 Mio. Euro.
Starkes Prämienwachstum in den Sachversicherungssparten
Die Schaden- und Unfallversicherungsprämien erhöhten sich in den ersten drei Quartalen 2003 um 18,7% auf 949,8 Mio. Euro bzw. 42,7% der Konzernprämie. Das Wachstum wurde insbesondere durch die Kfz-Sparten (+16,5%) und die allgemeine Haftpflicht (+15,4%) getragen.
Der Schadenaufwand in der Schaden- und Unfallversicherung stieg - bedingt auch durch die erstmalige Übernahme von Sachrückversicherungsgeschäft aus dem Ausland - um 25,5% auf 537,2 Mio. Euro.
Die Combined Ratio der inländischen Konzerngesellschaften liegt - auf Basis lokaler Rechnungslegung - erstmals unter 100%.
Prämienwachstum in der Lebensversicherung
Das verrechnete Prämienvolumen in der Lebensversicherung erhöhte sich um 7,2% auf 735,9 Mio. Euro, was einem Anteil von 33,1% an den Konzernprämien entspricht. Von den fonds- und indexgebundenen Lebensversicherungen wurde dabei entsprechend den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nur der Risikoprämienanteil von 20,1 Mio. Euro berücksichtigt, aber nicht der Sparanteil von 63,4 Mio. Euro. In Summe ergibt sich eine Steigerung um 16,4%.
Die Entwicklung der Leistungen inklusive der Veränderung der Deckungsrückstellung lag mit einer Steigerung um 5,1% auf 767,2 Mio. Euro im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufes.
Erfreuliche Entwicklung in der Krankenversicherung
In der Krankenversicherung betrug der Prämienanstieg 3,8% auf 540,9 Mio. Euro. Das entspricht einem Anteil am Konzernprämienvolumen von 24,3%. Die Versicherungsleistungen inklusive der Veränderung der Deckungsrückstellung erhöhten sich um 3,3% auf 474,8 Mio. Euro.
Überproportionales Prämienwachstum der Auslandsgesellschaften - Auslandsanteil weiter erhöht
Der Anteil der ausländischen Konzerngesellschaften an der verrechneten Prämie stieg gegenüber dem Vorjahr von 11,1% auf 12,5%, wobei die ehemaligen AXA Gesellschaften in Ungarn und Liechtenstein nur mit den Prämien aus den drei Monaten des 3.Quartals berücksichtigt wurden. Bei Hinzurechnung des Prämienvolumens aus dem ersten Halbjahr liegt der Auslandsanteil bei 15,1 %.
In Summe erreichten die Gesellschaften außerhalb Österreichs eine Steigerung der verrechneten Prämien von 24,7% auf 277,7 Mio. Euro. Überdurchschnittlich fiel das Wachstum dabei in Tschechien (+33,1% auf 55,6 Mio. Euro) und der Slowakei (+29,3% auf 27,5 Mio. Euro) aus.
Kapitalanlagen steigen um 18,8%
Die Kapitalanlagen konnten auch bedingt durch die Einbeziehung von FinanceLife und den ehemaligen AXA Gesellschaften gegenüber dem Vorjahreswert um 2.101,9 Mio. Euro bzw. 18,8% auf 13.300,8 Mio. Euro gesteigert werden. Die laufenden Vermögenserträge (netto) konnten im Berichtszeitraum um 78,4% auf 466,2 Mio. Euro gesteigert werden. Die Wertrückgänge im Aktienbereich aus dem ersten Quartal 2003 konnten im Zuge der positiven Entwicklung der Märkte im 2. und 3. Quartal weitestgehend aufgeholt werden.
Kosteneinsparungsprogramm im Plan
Durch die konsequente Umsetzung des bereits 2001 eingeleiteten Ertragssteigerungsprogramms entwickelten sich die Kosten der Gruppe zufriedenstellend. Sie sind allerdings im Berichtszeitraum von Sondereffekten aus der erstmaligen Übernahme von Sachrückversicherungsgeschäft aus dem polnischen Markt und der Einbeziehung der FinanceLife und des ehemaligen AXA Konzerns Österreich in den Konsolidierungskreis beeinflusst. Trotz dieser Umstände ist es gelungen den Verwaltungskostensatz gegenüber dem Vorjahreswert um 0,2 Prozentpunkte auf 6,9% zu senken.
Die Sonstigen Aufwendungen für den Versicherungsvertrieb stiegen - bereinigt um die Sondereffekte - um 4,2% auf 148,6 Mio. Euro. Im Inland betrug der bereinigte Kostenanstieg 1,7%. Die Aufwendungen für den Versicherungsabschluss erhöhten sich dem positiven Geschäftsverlauf entsprechend und bereinigt um die Sondereffekte um 12,8% auf 333,4 Mio. Euro.
Ausblick
Unter der Voraussetzung seitwärtsgehender Kapitalmärkte ist für das Jahr 2003 mit einer Verbesserung des Konzernergebnisses (2002: 35,3 Mio. Euro) zu rechnen. Aus heutiger Sicht ist für das Geschäftsjahr 2003 mit einer gleichbleibenden Dividende (2002: 16 Cent) zu rechnen.
Übernahme der Nürnberger Österreich und der R+V Gesellschaften in Polen und der Slowakei
Mit der Nürnberger Beteiligungs-AG, der Konzern-Mutter der deutschen Nürnberger-Versicherungsgruppe, hat UNIQA eine grundsätzliche Vereinbarung zur Übernahme von 100% des Aktienkapitals der - primär in der Lebensversicherung aktiven - Nürnberger Versicherung AG Österreich abgeschlossen. Mit einem Wirksamwerden der Übernahme ist mit Jahresbeginn 2004 zu rechnen. Der Erwerb wurde bereits beim Kartellgericht angemeldet. Die Übernahme der österreichischen Nürnberger ist Teil einer strategischen Partnerschaft, im Rahmen derer UNIQA auch die Verbindungen der Nürnberger-Versicherungsgruppe zu Verbänden des Autogewerbes, zu Kfz-Händlerorganisationen und Herstellern für das rasch wachsende Osteuropaengagement nutzen können wird.
Die mit der deutschen R+V Versicherungsgruppe vereinbarte Übernahme ihrer Gesellschaften in Polen und der Slowakei wird nach Abschluss aller notwendigen behördlichen Verfahren voraussichtlich im ersten Quartal 2004 wirksam. Die beiden Unternehmen bilden eine sinnvolle Ergänzung zu den bestehenden UNIQA Gesellschaften in diesen Ländern und sind bestens geeignet die Entwicklungs- und Wachstumsstrategie in Zentral- und Osteuropa partnerschaftlich zu unterstützen. Mit der Übernahme der beiden Unternehmen wird UNIQA die außerhalb Österreichs erwirtschafteten Prämien weiter deutlich steigern und in den betroffenen Ländern relevante Marktanteile dazugewinnen.
Quelle: Pressemeldung UNIQA Versicherungen AG
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