Volksfürsorge gewährleistet stabile Altersversorgung für ihre Kunden

01.04.2004 | Köln
"Unsere solide und vorausschauende Anlagepolitik hat für Rücklagen gesorgt, die unseren Kunden in der Lebensversicherung auch in schwierigeren Zeiten eine stabile Altersversorgung gewährleisten. Die Altersvorsorge über Lebens- und Rentenversicherungen ist für viele Millionen Menschen die wichtigste finanzielle Stütze im Alter. Und genau deshalb müssen Sicherheit und Stabilität im Vordergrund stehen."

Dies betonte der Vorstandsvorsitzende der Volksfürsorge, Dr. Joachim Lemppenau, anlässlich der Jahrespressekonferenz in Hamburg.

Auf der Basis der Überschussdeklaration für die Jahre 1995 bis 2004 habe der "map-report" für fast 70 Lebensversicherungsunternehmen einen 10-Jahres-Vergleich aufgestellt. Die Volksfürsorge biete ihren Kunden danach mit 6,83 % eine deutlich über dem Branchenschnitt von 6,62 % liegende Verzinsung, so Dr. Lemppenau. Nach dem Eindruck des "map-report" seien diese Guthaben auch sicherer als üblich. Die Sicherheitsmittel (Summe aus Eigenkapital und freier Rückstellung für Beitragsrückerstattung in Prozent der Deckungsrückstellung) betragen nach dieser Untersuchung 8,96 % des Deckungskapitals, also der Kundenguthaben. Marktüblich seien 4,28 %.

Die Besteuerungspläne für kapitalbildende Lebensversicherungen lehnte der Volksfürsorge-Chef in aller Deutlichkeit ab. "Nach wie vor halten wir dies für den falschen Weg. Würden Kapitalzahlungen aus Lebensversicherungen künftig besteuert, würde ein planmäßiger Vorsorgeaufbau mit Kapitalzahlungen steuerlich abgestraft. Bedenklich ist vor allem, dass der Staat mal wieder seine Bürger bei deren individueller Entscheidung für eine bestimmte Form der privaten Altersversorgung bevormunden will. Mehr denn je ist der Bürger auf seine private Vorsorge angewiesen. Daher darf die Politik dieses Vertrauen nicht verspielen." Abzulehnen sei auch der Vorschlag der Rürup-Kommission für eine neue Leibrentenversicherung. Niemand akzeptiere eine Lebensversicherung, die weder vererbt, veräußert, kapitalisiert noch beliehen werden könne. Nach dem Riester-Flop wäre dies der Rürup-Flop. Dr. Lemppenau hält es zumindest für notwendig, dass eine kapitalbildende Lebensversicherung dann bei Auszahlung steuerfrei bleibe, wenn sie eindeutig der Altersabsicherung diene. "Das kann sowohl durch Mindestlaufzeiten als auch die Festlegung eines Endalters erfolgen." Aber die Steuerfreiheit nach bisherigem Recht könne auch damit begründet werden, dass mit der zwölfjährigen Kapitalversicherung regelmäßig ein Grundstock für die spätere Altersversorgung gelegt werde.

Die bisherige Entwicklung in 2004 bezeichnete Dr. Lemppenau als insgesamt recht positiv. In der Lebensversicherung stieg das Neugeschäft beim Jahresbeitrag mit 72 Mio. € um rd. 3 %. Die Bei-tragssumme steigerte sich um rd. 7 % auf ca. 1,8 Mrd. €. Insbesondere infolge der Sanierungsmaßnahmen in der Kraftfahrt-Sparte ergab sich in der Sachversicherung ein Antragsrückgang. Das Ergebnis der SUH-Sparten (u.a. Hausrat-, Privathaftpflicht-, Unfall-, Glas-, Wohngebäudeversicherung) bewegte sich mit 66.000 Stück auf Vorjahresniveau mit steigender Tendenz. Sehr erfreulich sind die Abschlusszahlen der "Fahrer-Plus-Versicherung" (Absicherung von Personenschäden des Fahrers) als Ergänzung zur Kfz-Haftpflichtversicherung. Dieses Produkt wurde seit Einführung Mitte 2002 bereits 100.000-mal verkauft.

Volksfürsorge Deutsche Lebensversicherung AG

Der gesamte eingelöste Neuzugang in der Lebensversicherung in 2003 war sehr zufriedenstellend. Der laufende Jahresbeitrag stieg mit knapp 322 Mio. € um 16,7 % gegenüber dem Vorjahreswert. Darin enthalten sind rund 30 % Beiträge aus Dynamisierungen. Die steigende Anzahl der neu abgeschlossenen Verträge (plus 4,4 % = 373.000 Stück) belegt sehr eindeutig den hohen Stellenwert der Altersvorsorge in der Bevölkerung. Beide Werte sind besser als die Branchenzahlen mit plus 15,0 % bzw. minus 15,6 %.Besonders erfreulich entwickelte sich die im Oktober 2002 neu eingeführte fondsgebundene Kinder-Rentenversicherung. Mit 34.300 Neuabschlüssen im Jahr 2003 erreichte sie trotz in der Regel eher niedrigerer Beiträge (11,9 Mio. €) in kürzester Zeit einen Anteil von 17,5 % innerhalb der fondsgebundenen Rentenversicherung. Die Abschlüsse bei Riester-Verträgen waren auch 2003 erfreulich. Rund 70.000 Policen (plus 19,6 %) mit einem laufenden Jahresbeitrag von 14,9 Mio. € (plus 31,8 %) wurden eingelöst. Das liegt wesentlich über dem Branchendurchschnitt von minus 79,7 % in der Stückzahl. Den insgesamt 150.000 Verträgen im Bestand wurden bisher mehr als 2 Mio. € an Fördermitteln gutgeschrieben.

Auch das Neugeschäft in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) konnte im vergangenen Jahr beim laufenden Jahresbeitrag um 15,8 % auf 36 Mio. € und in der Beitragssumme um rund 4 % auf 816 Mio. € gesteigert werden. Hinzu kommen die zufriedenstellenden Ergebnisse bei Pensionskasse und Pensionsfonds. Hier wurden Verträge mit mehr als 195 Mio. € Beitragssumme neu abgeschlossen. Die gesamte Vertriebsleistung in der bAV steigerte sich dadurch auf über 1 Mrd. € (plus 29 %).

Der Vertragsbestand wuchs auch in 2003. Der laufende Jahresbeitrag nahm um 3,3 % auf jetzt 2,2 Mrd. € zu; die Versicherungssumme des Bestandes beträgt jetzt 64,12 Mrd. € (plus 2,4 %). Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen auf 2,29 Mrd. € (plus 1,5 %).

Der Bestand an Kapitalanlagen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,5 % oder 130 Mio. € auf 23,54 Mrd. €. Der Anteil der direkt gehaltenen Aktien wurde weiter auf 5,5 % (Vorjahr: 6,2 %) zurückgeführt. Das Kapitalanlageergebnis war mit 1,03 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr mit 1,06 Mrd. € nur leicht niedriger. Die erzielte Nettoverzinsung von 4,4 % (Vorjahr: 4,5 %) liegt in einem akzeptablen Bereich. Die für 2003 auszuweisenden stillen Lasten belaufen sich auf 177 Mio. € (Vorjahr: 923 Mio. €). Werden auch die übrigen Kapitalanlagen wie z.B. Namenspapiere mit in die Betrachtung einbezogen, ergeben sich insgesamt - wie auch im Vorjahr - weiterhin stille Reserven.

Der Abschlusskostensatz konnte auf Grund des gestiegenen Neugeschäfts auf 5,1 % (Vorjahr: 5,3 %) der Beitragssumme gesenkt werden.Die Verwaltungskostenquote (bezogen auf die gebuchten Bruttobeiträge) sank auch in 2003. Sie betrug 3,7 % (Vorjahr: 3,8 %).

Der Rohüberschuss betrug 0,41 Mrd. € (Vorjahr: 0,52 Mrd. €). Die Rückstellung für Beitragsrücker-stattung (RfB) beläuft sich auf gute 2,73 Mrd. € (Vorjahr: 2,83 Mrd €). Für den Ausgleich künftiger Schwankungen bei den Ergebnissen ist innerhalb der RfB ein Betrag von 1,2 Mrd. € verfügbar. Dieses Polster ist mit 44 % der gesamten RfB nach wie vor überdurchschnittlich gut dotiert.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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