Rheinmetall Electronics liefert für das Luchs 2-Programm sechs AGFS-Ausbildungsgeräte für gefechtsnahe Szenarien, welche Fahrzeuglogik, Sensorik und Ballistik detailgetreu abbilden. Das Referenzsystem steht Mitte 2028 zur Verfügung und unterstützt vernetzte Module für kooperative Übungsszenarien. Der laserbasierte AGDUS-Duellsimulator nutzt Anzeigeelemente aus Puma- und Lynx-Projekten und ermöglicht realistische Schießausbildung im Gefechtsübungszentrum. Beide Simulatorplattformen integrieren sich in die offene Rheinmetall Battlesuite nach dem „Train as you fight“-Prinzip. KI-gestützte Analyse und Nachbesprechung runden Training ab.
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Rheinmetall liefert CT-025 Türme, Hauptbewaffnung und Simulatoren Luchs-2 Bundeswehr
Anfang Februar 2026 beauftragte GDELS in Kaiserslautern Rheinmetall mit der Lieferung modularer CT-025-Türme, der Integration der Oerlikon KBA 25-mm-Maschinenkanone sowie spezialisierter Simulatorlösungen für das Luchs-2-Aufklärungsfahrzeug. Der Leistungsumfang umfasst Serienfertigung, Systemintegration, Inbetriebnahme und Wartungstraining. Mit einem Vertragsvolumen im mittleren dreistelligen Millionenbereich beweist die Bundeswehr ihre Zuverlässigkeit als Partner und spricht Rheinmetalls Engineering- und Produktionsexpertise höchste Anerkennung aus. Auslieferung von 274 Türmen und Simulatoren startet 2029 und optimiert effizient Training sowie Einsatzvorbereitung.
Rheinmetall Bremen entwickelt CT-025-Turm als hochgradig modulare technische Basisplattform
Rheinmetall Electronics stellt in Bremen bis 2031 insgesamt 274 Einheiten des CT-025-Turms bereit. Das unbemannte, modular ausgelegte System bildet das erste Großauftragspaket und fungiert als technologische Kernplattform. Flexible Einsatzauslegungen sind durch modulare Austauschbarkeit von Waffen-, Sensor- und Energie-Modulen möglich. Diese Architektur vereinfacht das Logistikmanagement und beschleunigt die Einsatzvorbereitung. Zugleich erlaubt sie schnelle Integration neuer Komponenten. Somit werden Anpassungsfähigkeit und Langzeitverfügbarkeit unter vielfältigen Einsatzbedingungen maximiert sowie optimierte Wartungskonzepte und digitale Updates.
System gewährleistet präzise Zielverfolgung und effektive Bekämpfung beweglicher Ziele
Der CT-025-Turm kombiniert modernste Sensortechnik mit einem stabilisierten Sichtmodul für die Detektion und Verfolgung von Boden- und Luftzielen, einschließlich automatischer Drohnenidentifikation. Seine Feuerleitanlage ist digital und enthält inertiale Waffenstabilisierung, einen integrierten Ballistikrechner sowie standardisierte GVA/NGVA-Schnittstellen, um Bewegungsfeuer exakte Treffergenauigkeit zu verleihen. Eine verstärkte Turmluke sichert zusätzlichen ballistischen Schutz. Der optimierte Munitionsvorrat ist an unterschiedliche Missionsprofile angepasst und ermöglicht längere Kampfeinsätze ohne Nachladung. Modulares Framework unterstützt KI-Zielerkennung und künftige skalierbare Software-Updates.
Offenes Framework Battlesuite gestattet KI-gesteuerte Zielverfolgung ohne zusätzliche Hardwareänderungen
Der CT-025 nutzt ein offenes Framework, das eine direkte Kopplung mit der Rheinmetall Battlesuite erlaubt und so eine zentrale Steuerung aller Funktionen ermöglicht. Über den digitalen Capability Store lassen sich KI-gestützte Sensor- und Waffenkonfigurationen, ballistische Datensätze sowie missionsspezifische Logicmodule herunterladen und per Remote-Update installieren. Dadurch entfallen langwierige Hardware-Upgrades, während die Plattform jederzeit flexibel angepasst, sicher betrieben und technologisch aktuell gehalten werden kann. Dieser Ansatz steigert Einsatzbereitschaft, reduziert Kosten, sichert Zukunftsfähigkeit.
Geringe Rückstoßkraft ermöglicht schnellen vielseitigen Einbau in unterschiedlichste Fahrzeugplattformen
Als bewährtes Kalibersystem im Format 25 × 137 mm nutzt die Oerlikon KBA 25 die bewährte Mechanik von Rheinmetall Italia in Rom und ist mit über 6000 Einheiten weltweit installiert. Mit drei Feuermodi, einer dopp. Gurtzuführung und bis zu 600 Schuss pro Minute liefert sie flexible Feuerkraft. Neue Annäherungszünder-Patronen erhöhen die Treffsicherheit gegen UAVs. Dank des geringen Rückstoßes lässt sich das Waffensystem in modulare Türme oder leichte Aufklärungspanzer unkompliziert einbauen und extrem wartungsarm.
Fahrzeuggebundene Spähtrupp-Ausbildung profitiert konsequent von hochrealistischer AGFS-Technologie ab 2028
Rheinmetall Electronics stattet den fahrzeuggebundenen Spähtrupp mit sechs AGFS-Ausbildungsgeräten aus, die realitätsnahe Gefechtssimulation inklusive Fahrzeuglogik, Sensorbetrieb und ballistischer Berechnung garantieren. Das Referenzgerät wird ab Mitte 2028 verfügbar sein und verfügt über standardisierte Schnittstellen zur einfachen Integration mehrerer Stationen. Damit lässt sich der „Train as you fight“-Ansatz umsetzen, um Soldaten praxisnah auf Einsätze vorzubereiten. Die modulare Architektur ermöglicht zukünftige Software-, Sensor- und Szenario-Updates ohne umfangreiche Hardwareanpassungen und unterstützt eine detaillierte Nachbesprechung aller Trainingsdurchläufe.
AGDUS nutzt original Puma- und Lynx-Kanzelbedienung für realistische Simulationen
Die Integration des AGDUS-Duellsimulators in die künftige Fahrzeugflotte erfolgt mit laserbasierter Präzisionstechnik und unterstützt authentische Schießtrainings. Originale Anzeige- und Eingabegeräte aus den Puma- und Lynx-Fahrzeugen verschaffen Bedienkräften ein vertrautes Umfeld. Innerhalb des Gefechtsübungszentrums lassen sich komplexe Übungsszenarien vernetzt durchführen. Laserbasierte Treffer- und Fehlschussdetektion erzeugt unmittelbares Feedback. Die modulare Software-Plattform erlaubt Anpassung der Trainingsparameter und fördert eine effektive, praxisnahe Ausbildung des Fahrzeugpersonals. Auswertungsfunktionen liefern detaillierte Statistikdaten für eine kontinuierliche Steigerung der Schießkompetenz.
Innovationsgetriebene Vernetzung erhöht Kampfkraft und Einsatzbereitschaft im Heer deutlich
Rheinmetall liefert zum Luchs 2-Programm einen modularen CT-025-Turm mit offener Architektur, der sich dank Capability Store nahtlos mit KI-Modulen und Software-Upgrades versehen lässt. Die digitalisierte Feuerleitanlage kombiniert inertiale Stabilisierung, Echtzeit-Ballistikberechnung und UAV-Erfassung für höchste Präzision. Die Oerlikon KBA 25-Millimeter-Kanone gewährleistet standardisierte Munitionseinsätze. AGFS- und AGDUS-Simulatoren unterstützen realistisches Training. Die Fertigungsstandorte Bremen und Rom optimieren den Zuliefererverbund, stärken europäische Wertschöpfung und erhöhen die Einsatzbereitschaft bei niedrigen Lebenszykluskosten für nachhaltige Ausstattung dauerhaft.

