In Deutschland deckt Windenergie bereits knapp 30 Prozent des Strombedarfs, in der EU sind es 20 Prozent, wodurch der Importbedarf für fossile Energie deutlich sinkt. Allerdings stieg seit dem Ausbruch des Iran-Konflikts der Gesamtaufwand für fossile Brennstoffimporte um 22 Milliarden Euro. Auf dem WindEurope-Jahresevent fordert BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek den Madrid Call to Action, um mit beschleunigten Genehmigungsverfahren, Netzausbau und regionaler Wertschöpfung nachhaltig Versorgungssicherheit und strategische Unabhängigkeit zu erhöhen.
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Erneuerbare Windenergie ermöglicht effizienten sicheren Preisschockschutz und mindert Importabhängigkeit
Der rasche Ausbau der Windenergieflotten in Europa trägt maßgeblich zur Steigerung der Resilienz des Stromsystems bei, indem er Schwankungen im Energiemarkt abfedert und die Abhängigkeit von fossilen Importen minimiert. Ein robustes Netz aus Windkraftanlagen ist unerlässlich, um kostspielige Preisschocks in Zeiten geopolitischer Spannungen zu vermeiden. Nach Angaben des BWE fließen bislang täglich rund 500 Millionen Euro zusätzlicher Ausgaben in klassische Energieimporte. Diese Summen stehen nicht für den Ausbau erneuerbarer Energietechnologien.
Europäische Windenergie beschert Europas Strommarkt stabile Preise und Unabhängigkeit
Nach Heidebroeks Aussage ist die Verlagerung hin zu heimischer, erneuerbarer Stromproduktion der Grundpfeiler einer nachhaltigen Energiepolitik. Windenergie liefert dabei nicht nur 20 Prozent des europäischen und 30 Prozent des deutschen Stroms, sondern schafft auch neue wirtschaftliche Impulse in lokalen Gemeinden. Durch Investitionen in Höhe von 45 Milliarden Euro im Jahr 2025 bekräftigt die Branche ihr Engagement, die Infrastruktur zu stärken und die Versorgungssicherheit langfristig auszubauen und regionale Innovationspotenziale effektiv fördern.
Größere Ausschreibungsvolumina und Rechtssicherheit für Energiewendeprojekte jetzt dringend gefordert
Bärbel Heidebroek mahnt eine klare politische Linie zur schnellen Elektrifizierung an und fordert rechtssichere Rahmenbedingungen für Investitionen. Gleichzeitig unterstreicht sie den Bedarf an signifikant erhöhten Ausschreibungsvolumina für Windenergie und an leistungsfähigen Netzen. In Deutschland habe die Halbierung der Genehmigungsdauern für neue Anlagen bereits Positiveffekte gezeigt. Nun sei es essenziell, den Netzausbau mit gleicher Geschwindigkeit voranzutreiben, um eine stabile, moderne Energieinfrastruktur für zukünftige Generationen zu gewährleisten. Dies stärkt regionales Wachstum Resilienz.
Präsidentin lobt 10-Punkte-Plan für zügigen Ausbau, Netzstärkung und Nachfrageflexibilisierung
Die Präsidentin betont, dass der 10-Punkte-Plan von WindEurope essenzielle Impulse für eine beschleunigte Windenergieexpansion liefert und gleichzeitig strategische Unabhängigkeit stärkt. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau leistungsfähiger Netze sowie eine dynamische Nachfrageflexibilisierung. Vorgeschlagen werden praxistaugliche Direktbelieferungsansätze, der Aufbau zusätzlicher Co-Location-Speicher und die vollständige Abdeckung jeder Kilowattstunde Windstrom. Deutschland wird als führende Nation adressiert, während die Windkraftindustrie ihre Bereitschaft signalisiert und rasche politische Entscheidungen fordert, um Versorgungssicherheit, Wirtschaftswachstum und Klimaschutzziele sicherzustellen. Nachdrücklich.
Der Madrid Call to Action und der 10-Punkte-Plan von WindEurope schlagen Maßnahmen für eine flexible Stromnachfrage vor, die die Integration von Windenergie in den Alltag erleichtern. Direkte Liefermodelle für Industrieverbundstandorte, dynamische Tarifgestaltung und digitale Steuerungssysteme stehen im Zentrum. Kombiniert mit Netzausbau und leistungsfähigen Speichern ermöglichen diese Konzepte eine optimale Auslastung vorhandener Kapazitäten. Ziel ist die Stabilisierung von Marktpreisen, Minimierung von Erzeugungsüberschüssen und Steigerung der netzseitigen Resilienz. Sie garantieren zugleich Versorgungskontinuität.

