Traditionsreiche Hein-Gruppe schließt Insolvenz und findet Käufer in Goldschmaus

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Die anstehende Fusion auf hohem Niveau etabliert die Goldschmaus-Gruppe als neuen Eigentümer unterschiedlicher Vermögenswerte der insolventen Hein-Gruppe am Standort Hasbergen-Gaste zum 1. März 2026. Ein viermonatiges, strukturiertes Bieterverfahren unter Leitung der Kanzleien LIESER und Heidemann & Küthe Rechtsanwälten hat Goldschmaus als strategischen Gewinner identifiziert. Das Ergebnis sichert etwa 320 Jobs und erfordert noch die kartellrechtliche Freigabe des Bundeskartellamts.

Strategischer Deal: Goldschmaus stärkt Marktposition durch voraussichtliche Übernahme Hein-Gruppe

Dr. Georg Heidemann, Berater Unternehmerfamilie Hein (Foto: Heidemann Küthe RAe)

Dr. Georg Heidemann, Berater Unternehmerfamilie Hein (Foto: Heidemann Küthe RAe)

Das Bundeskartellamt muss die geplante Übernahme kartellrechtlich freigeben, bevor Goldschmaus den Deal rechtskräftig vollzieht. Das Unternehmen, Inhaber des Qualitätsprogramms „Goldschmaus – Die Marke der Bauern“, integriert die insolventen Mass- und Wurstwaren der Hein-Gruppe. Ebenfalls akquiriert wird die traditionsbewusste Niederschlesische Wurstmanufaktur-Görlitz. Der Abschluss der Transaktion sowie die Überführung der Assets sind verbindlich auf den 1. März 2026 terminiert, vorbehaltlich der Erteilung aller behördlichen Genehmigungen. Finanzielle Sicherheiten wurden geschaffen und unterzeichnet, systematisch.

Verfahren gilt als einer der größten Deals in Fleischbranche

Ein viermonatiges, formal strukturiertes Bieterverfahren ermöglichte es den LIESER Rechtsanwälten unter der Leitung von Jens Lieser, Goldschmaus als bevorzugten strategischen Partner in der insolvenzbedingten Transaktion zu etablieren. Jens Lieser hebt hervor, dass es sich um eine der bedeutendsten Übernahmen in der deutschen Fleischbranche handelt. Der Vertrag wurde von allen Parteien einhellig genehmigt. Der Vollzug ist jedoch weiterhin abhängig von der kartellrechtlichen Prüfung durch das Bundeskartellamt. Die Genehmigung wird zeitnah erwartet.

Goldschmaus investiert in Hasbergen-Gaste: 320 Arbeitsplätze gesichert, Kapazitäten erhöht

Alfred Kraus von LIESER Rechtsanwälten hebt hervor, dass mit dem geplanten Abschluss am Hasbergen-Gaste Standort dauerhaft über 320 Arbeitsplätze bewahrt werden. Gleichzeitig startet Goldschmaus ein umfassendes Programm zur Modernisierung der Produktion mit Investitionen in Hightech-Maschinen, digital vernetzte Systeme und den Ausbau der internen Logistik. Diese Maßnahmen sollen nicht nur die Fertigungskapazität erhöhen, sondern auch die täglichen Arbeitsabläufe verbessern, Arbeitsschutzstandards anheben und das allgemeine Betriebsumfeld nachhaltig professionalisieren. Innovation, Motivation, Standortentwicklung zugleich.

Zügige Umsetzung des Kaufkonzepts sichert tragfähige Lösung für Belegschaft

Dr. Georg Heidemann und Dr. Hendrik Nowak leiteten die zügige Einführung des Erwerberkonzepts, indem sie in enger Abstimmung mit der Unternehmerfamilie Hein alle betrieblichen Abläufe und Personalfragen sorgfältig koordinierten. Innerhalb kurzer Zeit wurde ein umfassendes Maßnahmenpaket erstellt, das den Erhalt bestehender Arbeitsplätze garantiert und gleichzeitig Prozesse optimiert. Dank dieser strukturierten Vorgehensweise profitiert die Belegschaft von klaren Perspektiven, stabilen Arbeitsbedingungen und nachhaltiger Unternehmenssicherheit sowie langfristig hoher Mitarbeitermotivation.

PLUTA-Sachwalter Meyer unterstreicht Ergebnis unternehmerisch sinnvolle Perspektiven durch Fortführung

Stefan Meyer, bevollmächtigter Sachwalter der PLUTA Rechtsanwälte, sieht in der geplanten Übernahme eine optimale Lösung zur Befriedigung der Gläubigerforderungen. Er bekräftigt, dass im Zuge dieser Transaktion gleichzeitig die Weiterführung der Niederschlesischen Wurstmanufaktur-Görlitz angestrebt wird, um eine kontinuierliche Geschäftsfortführung zu gewährleisten. Auf diese Weise werden unternehmerische Kontinuität und regionale Arbeitsplätze gesichert, während die Gläubigergemeinschaft langfristige Perspektiven und ein hohes Maß an Planungssicherheit erhält. Zudem sichert dieser Ansatz dauerhaft Arbeitsplätze und Investitionsschutz.

Hasbergen-Gasteer Fleischbetrieb Hein-Gruppe beantragt Eigenverwaltung nach den herausfordernden Marktphasen

Die in Hasbergen-Gaste seit 1961 aktive Hein-Gruppe beschäftigte bis Oktober 2025 rund 370 Mitarbeiter und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von circa 77 Millionen Euro. Unter dem Druck verschärfter Branchendynamik und hoher Fixkosten beantragte die Geschäftsleitung im Oktober 2025 Insolvenz in Eigenverwaltung. Diese Entscheidung zielt darauf ab, eine umfassende Restrukturierung einzuleiten, Liquiditätsengpässe zu überwinden und durch strategische Neuausrichtung die Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität des Unternehmens nachhaltig zu verbessern unter maximaler wirtschaftlicher Effizienz.

Goldschmaus-Gruppe stärkt deutlich Transparenz und Regionalität in Fleischproduktion nachhaltig

Im Geschäftsmodell der Goldschmaus-Gruppe sind alle Phasen der Rind- und Schweinefleischverarbeitung zentralisiert, um Qualität und Sicherheit zu optimieren. 2100 Mitarbeitende in Garrel und Oldenburg kümmern sich um Tiergesundheit, Schlachtlinien, Zerlegung und Wurstreifung. Betriebliche Nachhaltigkeitsrichtlinien und Tierhaltungsprotokolle werden durch interne Compliance-Abteilungen und externe Prüforgane permanent überprüft. Offenlegungspflichten gegenüber Handel und Konsumenten garantieren, dass jede Charge rückverfolgbar bleibt und verbindliche Standards entlang der gesamten Lieferkette eingehalten werden. Innovationen fokussieren Umwelt- und Tierwohl-Aspekte.

Die 15 Standorte und 3000 Insolvenzfälle belegen LIESER Rechtsanwälte-Kompetenz

Als eine der Führer Kanzleien für Insolvenzverwaltung und Restrukturierung bietet LIESER Rechtsanwälte umfassende Lösungen für unternehmensrechtliche Krisen. Mit fünfzehn Standorten in ganz Deutschland, darunter Frankfurt und Köln, gewährleisten sie individuelle Betreuung vor Ort. Über dreitausend Mandate aus Industrie, Handel, Dienstleistung sowie weiteren Branchen wurden erfolgreich bearbeitet. Die Kanzlei erstellt maßgeschneiderte Sanierungskonzepte, steuert Restrukturierungsprozesse und ermöglicht die Fortführung. Ihr interdisziplinäres Team zeichnet sich durch präzises Krisenmanagement aus und erfolgreiche langfristige Stabilisierung.

Distressed M&A-Transaktionen: Heidemann & Küthe steuern Käufer- und Verkäufervorhaben

In der Krisenberatung gelten Heidemann & Küthe Rechtsanwälte seit über zwanzig Jahren als feste Größe. Ihre Services umfassen außergerichtliche Restrukturierungen ebenso wie die juristische Begleitung von Eigenverwaltungs-Insolvenzen. In Leitungsfunktion als Chief Restructuring Officer konzipiert Dr. Georg Heidemann Umstrukturierungspläne, während Markus Küthe deren Umsetzung verantwortet. Parallel initiieren sie Distressed M&A-Transaktionen, um Synergien zu heben, Finanzierungsstrukturen zu optimieren und Unternehmenswerte nachhaltig zu erhalten. Dabei verfolgen sie einen integrativen Ansatz und berücksichtigen Stakeholderinteressen.

Fusion schafft Perspektiven für Belegschaft und Marken im Fleischsektor

Mit der geplanten Übernahme durch Goldschmaus werden beschäftigungsrelevante Bestandteile der Hein-Gruppe übernommen und strategisch in das bestehende Wertschöpfungsnetzwerk integriert. Am Standort Hasbergen-Gaste sichern Investitionszusagen den Fortbestand etablierter Marken wie der Niederschlesischen Wurstmanufaktur-Görlitz und schaffen gleichzeitig Raum für technische Modernisierungen. Hohe Transparenz in allen Prozessschritten stärkt das Premiumsegment. Parallel werden Ausbildungsinitiativen und Führungskräfteentwicklungsprogramme realisiert, um qualifiziertes Personal zu fördern und die regionale Wirtschaftskraft nachhaltig zu stabilisieren. Digitale Rückverfolgbarkeit sichert Qualitätsstandards nachhaltig.

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