Geldanlagen im Vergleich: Das ist das optimale Anlageprodukt

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Eine gute Rendite oder wenigstens der Ausgleich der Inflation ist das Ziel für die meisten Sparer. Vor dem Anlegen des Geldes sollten aber Geldanlagen im Vergleich gesehen werden. Welche sind sicher, welche bergen ein hohes Risiko?

Geldanlagen im Vergleich: Sicherheit vs. Rendite

Werden Geldanlagen im Vergleich gesehen, zeigt sich eines sofort: Eine hohe Sicherheit geht nicht mit einer guten Rendite einher. Wer Letztere haben möchte, muss ein gewisses Risiko eingehen. Dieses kann zwar durch eine langfristige Geldanlage wieder ausgeglichen werden, doch mit Pech bleibt die Rendite hinter den Erwartungen zurück. Am Ende ist eine Geldanlage immer ein Risiko, weil teils unwägbare Faktoren mit hineinspielen.

Verschiedene Geldanlagen im Vergleich

Tagesgeld, Gold oder Silber? Vielleicht Aktien oder Fonds? Was ist wirklich sicher und was birg ein Risiko, das für den normalen Anleger mit wenig Geld nicht tragbar ist? Werden Geldanlagen im Vergleich gesehen, zeigen sich die Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten direkt, sodass Anleger entscheiden können, welche Anlageform die beste ist:

  • Anlagegold in Münzform kaufen

    Schon immer galt Gold als sicher, wenn Geldanlagen im Vergleich gesehen wurden. Gold ist für die dauerhafte Anlage gedacht, der Goldpreis bleibt trotz aller Schwankungen vergleichsweise stabil. Dabei muss die Investition nicht in Barren erfolgen, zumal Mini-Goldbarren vergleichsweise teuer im Einkauf sind. Bis zu 20 Prozent gegenüber dem Börsenpreis müssen für diese hinzugerechnet werden. Wer Anlagegold kaufen möchte, ist mit Goldmünzen daher oft besser beraten.

    Bekannte Goldmünzen sind der Krügerrand, Maple Leaf oder Britannia. Gold ist als Geldanlage vor allem deshalb beliebt, weil die Schwankungen des Preises sehr gering sind und weil die Mehrwertsteuer auf Gold im Gegensatz zu Silber, Platin und anderen Edelmetallen nicht gilt. Der steuerfreie Verkauf der Goldmünzen ist nach einem Jahr möglich. Wichtig: Der Goldhandel sollte nur über vertrauenswürdige Kanäle erfolgen!

    Schon immer galt Gold als sicher, wenn Geldanlagen im Vergleich gesehen wurden. ( Foto: Shutterstock-_ jamesteohart )

    Schon immer galt Gold als sicher, wenn Geldanlagen im Vergleich gesehen wurden. ( Foto: Shutterstock-_ jamesteohart )

  • Tagesgeld als Geldanlage

    Werden Geldanlagen im Vergleich gesehen, steht immer wieder das Tagesgeld auf dem Plan. Dieses ist nicht an eine feste Laufzeit gebunden und täglich verfügbar, was der große Unterschied zum Festgeld ist. Wer sparen und gleichzeitig flexibel sein will, ist mit dem Tagesgeld auf der sicheren Seite.

    Allerdings sind die Zinsen für dieses Anlageprodukt in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken und die einstigen 5,0 Prozent oder mehr, die als Zinsen gewährt wurden, sind längst Geschichte. Heute können Anleger froh, sein, wenn die Bank ihnen noch nicht mit Minuszinsen droht. Ansonsten steht die Sicherheit beim Tagesgeld außer Frage, zumal hier auch die Einlagensicherung der Banken greift.

  • Festgeld

    Festgeld wird mittel- bis langfristig angelegt und besitzt eine feste Laufzeit. Es ist mit einem klassischen Sparbuch vergleichbar. Die Flexibilität ist nicht so gut wie beim Tagesgeld, denn bei einem Festgeldkonto wird das Geld für eine vorher vereinbarte Zeit fest angelegt.

    Der Sparer kann nicht darüber verfügen und bekommt sein Geld erst am Ende der Laufzeit mit Zinsen zurück. Es gibt allerdings die Möglichkeit der Kündigung unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist. Zinsen werden dann allerdings meist nicht gewährt bzw. gegen die fälligen Gebühren verrechnet. Auch bei Festgeldkonten gilt: Sicherheit: ja, hohe Rendite: nein.

  • Aktien als Geldanlage

    Immer mehr private Anleger setzen neben den Unternehmen auf Aktien, denn wenn sie Geldanlagen vergleichen, zeigt sich schnell die hohe Rendite. Diese ist aber von vielen Faktoren abhängig und wer vom Börsenhandel rein gar keine Ahnung hat, kann auch schnell hohe Verluste einfahren.

    Gerade Krisen können zu hohen Kursverlusten führen, wobei solche Krisen meist nicht vorher absehbar sind. Neulinge sollten bei dieser Sparform auf einen guten Broker setzen, der sie berät und Käufe sowie Verkäufe professionell tätigt. Außerdem sollte auf starke Unternehmen gesetzt werden, die für ihre guten Dividendenzahlungen bekannt sind.

     Neulinge sollten bei dieser Sparform auf einen guten Broker setzen, der sie berät und Käufe sowie Verkäufe professionell tätigt. ( Foto: Shutterstock-Friends Stock )

    Neulinge sollten bei dieser Sparform auf einen guten Broker setzen, der sie berät und Käufe sowie Verkäufe professionell tätigt. ( Foto: Shutterstock-Friends Stock )

  • In Fonds investieren

    Fonds sind im Vergleich zu Aktien die sicherere Variante. Fondsmanager bündeln dabei das Kapital der Sparer und legen es nach vorgegebenen Strategien an. Der Sparer zahlt für die Verwaltung des Fonds ein Entgelt, das meist einmal jährlich abgerechnet wird und das die Rendite sinken lässt.

    Fonds sind vergleichsweise sicher, weil das Geld hier auf mehrere Investments aufgeteilt wird. Der Anleger kann jedoch nicht festlegen, ob ein bestimmtes Unternehmen im Fonds mit enthalten ist oder nicht. Die Zusammenstellung kann nur bedingt individuell geschehen.
    Für die Investition in Fonds werden Dividenden ausgezahlt, die sofort wieder in neue Wertpapiere investiert werden.

  • Weitere Produkte für die Geldanlage

    Werden Geldanlagen im Vergleich betrachtet, zeigen sich die oben genannten Varianten zuerst. Doch es gibt auch weitere Möglichkeiten, das Geld gewinnbringend anzulegen! Die häufig kritisierte Lebensversicherung ist ein Beispiel dafür, wenngleich hier die Sicherheit eine mögliche Rendite bei Weitem übersteigt.

    Relativ neu und vergleichsweise sicher ist das Crowdinvesting, wobei sich dieses für Kleinanleger meist nicht rechnet. Inzwischen gibt es dafür Onlineplattformen, auf denen zum Beispiel in Immobilien oder junge Unternehmen investiert werden kann. Die Renditen sind mit teilweise über vier Prozent vergleichsweise hoch, zumal bei Tages- und Festgeld meist nur Renditen von weniger als ein Prozent zu erreichen sind. Anleger können in die von ihnen bestimmten Projekte investieren. Die Anlageform gilt als sicher und renditestark, erfordert aber ausreichend Eigenkapital. Kleinstbeträge lohnen sich hier kaum.

    Auch Immobilien müssen an dieser Stelle genannt werden, sie werden gern als Altersvorsorge gesehen und können entweder selbst genutzt oder vermietet werden. Die Einnahmen aus der Vermietung müssen jedoch versteuert werden, was die Rendite letztendlich wieder schmälert.

Gute Beratung hilft bei der Entscheidung ( Foto: Shutterstock-PopTika)

Gute Beratung hilft bei der Entscheidung ( Foto: Shutterstock-PopTika)

Geldanlagen im Vergleich sehen und Sparziel bestimmen

Wer überlegt, ob die Investition in Gold oder Silber gewinnbringender ist, ob Aktien infrage kommen oder doch lieber auf das sichere Tagesgeldkonto gesetzt werden sollte, muss erst einmal wissen, wie das eigene Sparziel aussieht. Soll auf eine bestimmte Anschaffung oder Investition hingespart werden? Oder geht es allgemein darum, ein Vermögen aufzubauen und damit vielleicht für die eigene Rente zu sparen? Je nach Sparziel müssen die Geldanlagen im Vergleich gesehen werden, denn nach dem Ergebnis des Vergleichs entscheidet es sich, ob die gewählte Sparvariante die richtige ist oder nicht.

Auf die Anlagedauer achten

Zuerst sind Geldanlagen im Vergleich zu sehen: Was können sie, was bieten sie und wie ist die Rendite? Dabei darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass die einzelnen Anlageformen eine unterschiedliche Anlagedauer haben. Das wiederum bedeutet, dass das Geld nicht überall gleichmäßig gut verfügbar ist. Wer zum Beispiel sein Geld in Aktien investiert, kann nicht jederzeit verkaufen, ohne das Risiko eines teils herben Verlustes hinnehmen zu müssen.

Wer hingegen sein Geld auf dem Tagesgeldkonto „parkt“, bekommt nur eine geringe Rendite, kann aber binnen 24 Stunden über das Geld verfügen. Mittlere Anlagezeiträume beziehen sich meist auf die Dauer von zehn Jahren, darüber hinaus sprechen Experten von langfristigen Geldanlagen. Kurzfristige Anlagezeiträume hingegen entsprechen einem Zeitraum von bis zu fünf Jahren. Grundsätzlich gilt dabei: Je länger das Geld angelegt ist, desto eher können Verluste wieder ausgeglichen werden.

An die Aufteilung denken

Wichtig ist des Weiteren, wie das Geld aufgeteilt werden soll. Soll alles in eine Geldanlage fließen oder spielt neben der Anlage in Gold oder Silber auch das Aktienkonto eine Rolle? Die in Fachkreisen bekannte Formel lautet: Ein Drittel in Aktien, ein Drittel in Immobilien und ein Drittel in Anleihen investieren. Durch diese Aufteilung lassen sich Verluste kompensieren, denn wenn eine Geldanlage floppt oder nur einen geringen Gewinn abwirft, kann immer noch die Rendite aus der anderen Anlage gegengerechnet werden.

Vor allem Immobilien gelten als sicheres Pendant zu Aktien. Der Anlageberater wird von einer Diversifizierung sprechen, die mit der Geldanlage angestrebt werden sollte. Auch Kleinanleger sollten neben dem Tagesgeldkonto eine weitere Anlageform wählen und beispielsweise in Anlagegold investieren.

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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