Wie investiert man in Rohöl? (Und warum!)

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Wie investiert man in Rohöl? Wer sein Geld in Rohstoffe investieren möchte, liegt mit Rohöl dank verschiedener Partizipationsmöglichkeiten genau richtig. Der hohe Bedarf an Öl wird dieses auch in naher Zukunft rentabel sein lassen.

Wie investiert man professionell in Rohöl?

Rohstoffe gehören zu den beliebten Alternativen für eine Geldanlage, wenn das eigene Vermögen eben nicht klassisch durch Festgeldkonten und Immobilien vermehrt werden soll. Wer in Rohöl investiert, sollte allerdings nicht blind zum Broker marschieren und verlangen, dass das Geld in WTI oder Brent angelegt wird, vielmehr gilt es, gut zu überlegen. Wie lässt es sich in Öl investieren und welche Hürden müssen dabei genommen werden?

Das Portfolio mit Rohöl ergänzen

Ein Tipp für alle Neulinge: Wer sich fragt: „Wie investiert man in Rohöl?“, sollte vielleicht über den Kauf von CFDs nachdenken. Damit ist die Investition besonders einfach, allerdings sollte hier ein vertrauenswürdiger Broker an der Seite sein. Denn ansonsten eignen sich CFDs eher nicht für Anfänger, sondern sind ein Investmentmittel für Fortgeschrittene Anleger.

Ansonsten gilt, dass neben CFDs auch die Investition in Rohstoff-Zertifikate oder in Branchen-ETFs möglich ist. Zudem kommen Exchange Traded Commodities in Betracht, über welche Anleger nicht in Öl direkt investieren, sondern in die Gesellschaften, welche sich mit der Verteilung bzw. dem Vertrieb von Rohöl befassen. Wichtig ist aber, die Ölpreise immer im Blick zu behalten.

Vor- und Nachteile der Investition in Rohöl

Soll in Rohstoffe wie Rohöl investiert werden, stellt sich aber nicht nur die Frage „Wie investiert man in Rohöl?“, sondern auch nach dem Warum. Daher ist es ratsam, einen Blick auf die Vor- und Nachteile der Investition in WTI und Brent zu werfen:

  • Vorteile

    Viele Länder sind vom Rohöl abhängig und leben von der Ölproduktion. Dies wird sich nicht so bald ändern, zumal auch die Nebenprodukte der Erdölproduktion relevant sind. Zum anderen ist der Ölpreis sehr volatil. Es lassen sich mit ein wenig Geschick und Glück hohe Gewinne erzielen, wenn das Öl zum richtigen Zeitpunkt gekauft wird.

  • Nachteile

    Die Investition in Öl hat aber nicht nur Vorteile, sondern auch negative Seiten. Zum einen kann der letztgenannte Vorteil durchaus zum Nachteil gereichen: Die hohe Volatilität birgt ein enormes Risiko. Jedem Anleger sei daher angeraten, unbedingt auf eine Diversifikation des Portfolios zu achten.

In nicht allzu ferner Zukunft kann es sein, dass Rohöl nicht mehr rentabel ist. Es werden die erneuerbaren Energien sein, die vielleicht die höchsten Gewinne versprechen. Auch andere Rohstoffe rücken in den Fokus und laufen Öl den Rang ab.

Verschiedene Investitionsmöglichkeiten in Rohöl

Investoren beobachten oft mit großer Sorge das Auf und Ab des Ölpreises und stellen sich zurecht die Frage, warum sie in Öl investiert haben. Angesichts des hohen Risikos, das mit den Schwankungen des Ölpreises einhergeht, ist diese Frage durchaus berechtigt! Doch es gibt Möglichkeiten, das Risiko zumindest zu begrenzen und die Spekulation auf Öl ein wenig einfacher zu machen. Das Direktinvestment in Öl-Aktien der großen Konzerne wie Royal Dutch Shell, TOTAL oder ExxonMobil ist langfristig gesehen für Anleger eine gute Möglichkeit. Durch die lange Dauer des Invests werden kurzfristige Schwankungen und Verluste wieder ausgeglichen, zudem ist mit einer guten Dividendenausschüttung zu rechnen. Der Handel mit den Aktien bietet des Weiteren ein hohes Maß an Flexibilität.

Allerdings bieten Öl-Aktien keine Chance, wirklich 1:1 von den steigenden Ölpreisen zu profitieren. Es ist zwar mit Werten zwischen 0,5 und 0,6 mit einer hohen direkten Korrelation zu rechnen, doch perfekt wäre der Wert, wenn er in Richtung 1 ginge. So sind es nur 50 bis 60 Prozent Kursveränderungen bei den Aktien, die sich auf die Entwicklung des Rohölpreises ableiten lassen.

Mit CFD-Kontrakten zu hohen Gewinnen?

Wie investiert man in Rohöl? Eventuell mit CFD-Derivaten! Sie sind für Anleger, die ein sehr hohes Risiko eingehen wollen, dafür aber auch mit guten Gewinnen rechnen, ideal. Das investierte Geld ist hierbei vollständig davon abhängig, wie sich die Rohölpreise entwickeln werden. CFD-Kontrakte sind dabei besonders für kurzfristige Spekulationen sinnvoll, auch ETCs und Knock-out Zertifikate lohnen sich. Private Kleinanleger sollten aber nicht in Future-Kontrakte investieren, denn diese werden nur mit hohen Sicherheitsmargen vergeben. CFDs erfordern keine solche Sicherheitsmarge, mit der ein hoher Nachschuss sichergestellt werden soll. Daher beantwortet sich die Frage: „Wie investiert man in Rohöl?“ ganz einfach: mit CFDs!

Viele Kleinanleger stellen sich die Frage, ob sie neben WTI und Brent nicht auch in andere Rohstoffe investieren sollten. Natürlich ist es sinnvoll, nicht nur auf Öl zu setzen, sondern auch weitere Rohstoffe in Betracht zu ziehen. Durch Aktien, Zertifikate und Fonds sowie CFDs kann zum Beispiel auch in Silber und Gold, in Industriemetalle oder in Weizen investiert werden. Anfänger sollten sich einen entsprechenden Broker suchen, der sie unterstützt und vor Fehlinvestitionen bewahrt.

Für Experten: Gehebelte ETCs und Faktor-Zertifikate

Viele Anleger spekulieren auf das ganz große Glück und sind auf der Suche nach einer saisonalen Korrektur, um in WTI und Brent zu investieren. Für sie sind gehebelte ETCs und Faktor-Zertifikate die richtige Wahl, wobei Hebelzertifikate dem Basiswert zu einer um zwei bis vier oder sogar noch höheren Verstärkung der Performance verhelfen können.

Damit muss der Emittent aber selbst Terminkontrakte erwerben, was an der Rohstoffbörse kein Problem ist. Das Risiko von Rollverlusten ist jedoch gegeben, denn die ausgegebenen Kontrakte besitzen stets eine gewisse Laufzeit. Die Bank investiert immer wieder in neue Kontrakte, denn sie ist bestrebt, dem Anleger eine genaue Partizipation zu bieten. Entsteht dabei ein Übertrag, wird dieser in der Branche als „Rollen“ betitelt. Investoren sollten daher solche Produkte eher vermeiden, was vor allem dann gilt, wenn der Basiswert Seitwärtstrends aufweist.

Knock-out-Zertifikate für die Profis

Möchte ein Anleger den Basiswert in den zwei- bis dreistelligen Bereich hebeln, ist die Investition in eine andere Derivatgruppe unumgänglich. Investiert wird dann in die sogenannten Knock-out-Derivate. Sie sind hochspekulativ und eher für einen kurzen Investitionszeitraum geeignet. Die allgemeine Haltedauer dieser Anlageprodukte liegt zwischen wenigen Stunden und maximal 14 Tagen.

Der Leverage-Effekt ist hierbei enorm, Experten sprechen gar von einer „gewaltigen“ Hebelwirkung. Wer mit diesen Produkten Gewinne erzielen möchte, sollte daher gute Nerven mitbringen! Außerdem sollte das gewählte Derivat unbedingt zur eigenen Risikoklasse sowie zur Strategie und zur gewünschten zeitlichen Perspektive der Geldanlage passen. Zudem braucht der Anleger jederzeit einen Überblick über die Rohstoffpreise, um bei entsprechenden Veränderungen sofort reagieren zu können.

Einige letzte Tipps zur Investition in WTI und Brent

Die Sache ist entschieden, es soll in WTI und Brent investiert werden. Nun gilt es aber, ein Wertpapierdepot anzulegen, denn ohne dieses kann keine Spekulation stattfinden. Hilfreich ist ein Vergleich zwischen verschiedenen Anbietern für derartige Depots, denn die Preise sind sehr verschieden. Alternativ ist die Spekulation über einen CFD-Broker möglich, der das Öl an der Börse handelt. Anleger sollten in dem Fall allerdings keine Neulinge mehr sein, sondern bereits wissen, worauf es ankommt und worauf zu achten ist.

Wer in CFDs investiert, kann zudem Öl Futures erwerben. Doch auch hierbei gilt: Bitte nicht als absoluter Anfänger auf diese Art investieren, denn ein Anleger sollte in der Lage sein, die Entwicklungen am Markt einschätzen und entsprechend darauf reagieren zu können.

Fazit: Jedermann kann in Öl investieren – oder doch nicht?

Das Investieren in Rohöl kann als hochspekulative Anlageform zu hohen Gewinnen führen. Allerdings ist auch das Verlustrisiko groß, daher raten Experten Anfängern davon ab, in die entsprechenden Produkte zu investieren. Sie sollten sich eine fachkundige Begleitung und Beratung an die Seite holen und erst dann mit geringen Einsätzen in Öl investieren. Für fortgeschrittene Investoren hingegen gilt, dass Öl wunderbare Gewinnchancen bieten kann, wenn Risiko und Chancen gut gegeneinander abgewogen werden.

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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