5G Standalone-Netz: 88 Prozent der Mobilfunknetzbetreiber steigen um

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Die Etablierung des 5G Standalone-Netzes wird laut einer Umfrage von EXFO und Heavy Reading von einer Mehrheit der Mobilfunknetzbetreiber (MNOs) in den nächsten Jahren erwartet. Nahezu die Hälfte (49 Prozent) der befragten Unternehmen plant die Einrichtung bereits im kommenden Jahr, weitere 39 Prozent in zwei Jahren.

5G Standalone-Netz: Verheißung mit Hindernissen

Doch viele Anbieter sind immer noch auf der Suche nach den passenden Werkzeugen, zur Generierung von Umsätzen in Industrie- und Dienstleistungsunternehmen. Der Hauptantrieb für viele Firmen ihre Netze auf den kommenden Standard umzustellen, findet sich in der Aussicht auf zukünftige lukrative Geschäfte durch die Bereitstellung von Zusatzdiensten. Das betrifft sowohl virtuelle und erweiterte Realitäten, als auch mobiles Spielen und vielfältige netzwerkbasierte Dienstleistungen.

76 Prozent der MNOs gehen dabei davon aus, dass Service-Versicherungen essentiell sind, um 5G-Dienste vertrauensbildend verkaufen zu können. Viele Dienstleister hingegen beklagen jedoch schon heute keine oder nur ungenügend tiefe Erkenntnisse darüber zu haben, wie sich Netzwerkausfälle und Ratendrossellungen auf ihre Partner auswirken. Sowohl Menschen als auch Maschinen sind in hohem Maße auf verlässlichen Strukturen angewiesen, sei es in kritischer Infrastruktur oder bei latenzsensiblen Geräten, wie Notrufe oder Fabrikroboter.

MNOs wünschen sich mehr Kontrolle

Zwei Drittel der Mobilfunknetzbetreiber geben diesen Mangel an Einsicht und Kontrolle über die Prozesse oft als Haupthindernis bei ihrem Umstieg auf das 5G Standalone-Netz an. Eine zeitnahe Analyse und Fehlerbehebung aber ist essentiell für die anspruchsvollen Erwartungen von Unternehmensapplikationen.

Die EXFO und Heavy Reading Studie stellt fest, dass die meisten MNOs eine Bandbreite von neuen Hilfsmitteln und Fähigkeiten voraussetzen, um mit 5G-Diensten Umsätze erwirtschaften zu können.

Im Detail geben 85 Prozent der Befragten an, Echtzeitnetzwerke, -Dienstleistungen und skalierbare Nutzererfahrungen zu brauchen. Mehr Monitoring-Möglichkeiten von Einzeldienstleistungen und Geräte-Leistungen wünschen sich 85 Prozent. Eine durch künstliche Intelligenz gesteuerte Anomalie- und Fehlerdetektion ebenso wie detailliertere Ursachenforschungen benötigen 81 Prozent. Die Ende-zu-Ende-Überwachung von Netzwerksegmenten fordern 82 Prozent.

Fortschritt braucht Verlässlichkeit

Die Chance mit dem 5G-Standalone-Netz Einkommen zu generieren, speist sich aus automatisierten Netzwerken. Das bedeutet, Diensteanbieter müssen zunehmend in der Lage sein, Dienstleistungs-Güte-Vereinbarungen (Service Level Agreements, SLA) anbieten können.

Damit verstärkt und unterstützt die EXFO-Heavy Reading-Studie viele Eindrücke und Erfahrungen, die man offenbar schon lange von vielen Kunden vernehmen kann. Mobilnetzwerkbetreiber fordern beispielsweise umfassendere Dienste-Versicherungen als bisher und tiefere Analysenmöglichkeiten, um just in time-Erkenntnisse über die Netzwerkperformance und Nutzererfahrungen gewinnen zu können.

5G Standalone-Netz: Zukunftsaussichten

Die Macher der Studie bei EXFO glauben diese Kundenbedürfnisse durch einen adaptiven Ansatz für Dienstleistungsversicherungen befriedigen zu können.

Mit einer quellenunabhängigen Datensammlung und – Analyse, kombiniert mit einer durchgängigen Cloud-Architektur integriert ihre Dienstleistungsversicherungsplattform alte und neue Systeme zu Ende zu Ende-Einsichten über Nutzererfahrungen, Geräte- und Netzwerk-Leistungen.

EXFO: Messtechnik für die Telekommunikationsindustrie

EXFO entwickelt Test-, Monitoring- und Analyselösungen für die weltweite Kommunikationsindustrie. Das Unternehmen berät Mobile Netzwerk Betreiber, internationale Hightech-Konzerne und Marktführer im verarbeitenden, entwickelnden und forschenden Sektor. Die Firma liefert Einsichten in Netzwerkleistungen, Sicherheitsdienste und Nutzerverhalten. EXFOS Portfolio aus Ausrüstung, Software und Diensten ermöglicht ihren Kunden schnelle 5G Transformationen, Cloud- und Glasfaseroptik-Netzwerke. 1985 in Quebec, Kanada gegründet, expandierte der ursprüngliche Produzent von Analysegeräten für Installateure und Faseroptiknetzen zu einem Anbieter von High End-Geräten für die Forschung und Entwicklung.

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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