Teuerstes Edelmetall: Übersicht über die lukrativsten Substanzen

Platin gilt als teuerstes Edelmetall. Ein Gramm kostet rund 37 Euro. Im Vergleich zu anderen Substanzen aber ist das gar nichts. Es existieren regelrechte Superlativ Substanzen, die nicht nur exotisch und extrem selten sondern auch unvorstellbar wertvoll sind.

Teuerstes Edelmetall: Gold, Silber oder Platin?

Als wertvollstes, teuerstes Edelmetall gilt Platin. Einige seiner wichtigsten Eigenschaften treffen auch auf andere Materialien zu. Sie alle sind

  • vergleichsweise selten
  • einfach zu lagern sowie
  • wiederverwert- bzw. recyclebar

Die gebräuchlichsten Edelmetalle, in die angelegt wird, sind in erster Linie Gold, Silber und Palladium. Als gemeinhin sichere Anlageform nennen viele Spekulanten dabei meist Gold und Silber. Gerade in Krisenzeiten. Doch Investment und Geldanlage Experten warnen vor vorschnellen Entschlüssen und unsicheren Geschäften.

Zumal Edelmetalle wie Rhodium, Gold, Silber sowie Platin als teuerstes Edelmetall, rein spekulative Anlageformen sind: Sie sind „Spekulationsobjekte“. Das heißt: Der Wert kann steigen, gleich bleiben aber eben auch fallen. Sicher ist anders. Als unbedingte Voraussetzung, bevor in sie investiert wird, sehen Fachleute ein umfangreiches Wissen an. Wissen über die genauen Eigenschaften, Besonderheiten und Zukunftsaussichten des Materials.

Video: Die Teuersten Substanzen der Welt!

Teuerstes Edelmetall: Besonderheit Silber

Silber nimmt bei Edelmetallen, die im Handel gebräuchlich sind, eine Sonderstellung ein. Denn kein anderes Material ähnelt Gold (als wohl bekannteste Vermögensanlage dieser Art) so stark wie Silber gerade auch was seine Historie anbelangt. Schon von Anfang an, gelten Silber und Gold als DIE kostbaren Wertgegenstände und Wertaufbewahrungsmittel überhaupt. Das ging einst sogar soweit, dass bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die Materialien darum konkurrierten, welches Metall denn jetzt die höhere Bedeutung bzgl. der Währungsfunktion hat. Die Länder, die das meiste Silber produzieren, sind Mexiko und Peru. Schätzungen gehen davon aus, dass das gegenwärtige Vorkommen noch rund 15 bis 20 Jahre die weltweite Nachfrage decken könnte.

Dieser Aspekt macht das größte Problem deutlich egal ob Gold, Silber, Platin oder Rhodium: Das Material steht nicht ewig zur Verfügung, der Abbau ist nicht unbegrenzt möglich sondern endlich. Das sorgt aber wiederrum dafür, dass der Wert gesteigert wird, denn: Je seltener und kostbarer eine Substanz, desto wertvoller. Das gilt vor allem auch noch für andere, regelrechte Super-Substanzen, deren Werte astronomische, nicht vorstellbare Höhen erreichen.

Die Fischeier gelten als teure, edle Delikatesse und gehören nicht gerade zu den Lebensmitteln, die sich gewöhnlich in jedem Haushalt. (#01)

Die Fischeier gelten als teure, edle Delikatesse und gehören nicht gerade zu den Lebensmitteln, die sich gewöhnlich in jedem Haushalt. (#01)

Gold und Platin nicht am Wertvollsten

Platin als teuerstes Edelmetall und Gold als eine der beliebtesten Edelmetall  Anlageformen sind bekannt. Aber darüber hinaus existieren noch weitaus lukrativere, wertvollere Substanzen und Materialien als eben Gold, Silber oder Platinum. Das Geheimnis ihres unschätzbaren Wertes: Sie sind höchst selten. Und: Die meisten von ihnen sind für den „Normalbürger“ und Privatmenschen nicht erreichbar und zugänglich. Realistische Möglichkeiten zur Investition bestehen für sie daher nicht wirklich.

Bedenkt man, dass selbst Platin (pro Gramm liegt das Metall bei etwas mehr als 36 Euro) als teuerstes Edelmetall bezogen auf seinen Wert bei Weitem nicht mit diesen anderen, teils enorm exotischen Substanzen mithalten kann wird klar, wie unschätzbar kostbar diese sind. Insofern kann man nicht behaupten, dass diese Substanzen als sichere und vor allem realistische Vermögensanlagen dienen, denn, an sie ist schlicht für einen Normalsterblichen kein Herankommen. In der Liste kommt so manch Überraschendes und Unerwartetes zu Vorschein, von einigen Substanzen dürften viele auch noch nicht einmal etwas gehört haben.

Video: Platin: Das Edelste der Edlen – Dokumentation von NZZ Format (2004)

Wertvollste Substanzen: Essbar und lukrativ

Vor wenigen Jahren hat der „Business Insider“, eine moderne Nachrichtenseite für Wirtschaft und Karriere, diejenigen Substanzen veröffentlicht, die als wertvollste der Welt gelten. Die wichtigsten News-Seiten in Deutschland berichteten auf ihrer Startseite darüber, so z.B. die Welt oder n-tv. Viele Menschen teilten diese Liste in ihren Social-Media-Profilen, etwa über Facebook oder Twitter. Denn vor allem eines war die Zusammenstellung, überraschend. Gleich vorweg: Das allseits bekannte und beliebte Gold sowie Platin als teuerstes Edelmetall, haben nicht den Spitzenplatz inne.

Was in der Liste auffällt ist, dass einige der Substanzen auch essbar sind und sich selbst wenn es sich nicht um die kostbarsten Formen bzw. „Sorten“ handelt auch in unseren heimischen Supermärkten durchaus wiederfinden. Auf den Plätzen 19 bis 17 befinden sich weißer Trüffel, Safran und Kaviar. Die weißen Trüffelpilze sind in der freien Natur ebenso schwer zu finden Safran, welches nur an ganz wenigen Orten auf der Welt wächst. Kostspieliger beim „Essbaren“ ist da nur der Kaviar, der preislich bei rund 27 Euro pro Gramm liegt. Die Fischeier gelten als teure, edle Delikatesse und gehören nicht gerade zu den Lebensmitteln, die sich gewöhnlich in jedem Haushalt befinden.

Was in der Liste auffällt ist, dass einige der Substanzen auch essbar sind und sich – selbst wenn es sich nicht um die kostbarsten Formen bzw. „Sorten“ handelt – auch in unseren heimischen Supermärkten durchaus wiederfinden. (#02)

Was in der Liste auffällt ist, dass einige der Substanzen auch essbar sind und sich – selbst wenn es sich nicht um die kostbarsten Formen bzw. „Sorten“ handelt – auch in unseren heimischen Supermärkten durchaus wiederfinden. (#02)

Teuerstes Edelmetall: Platin vor Gold

Danach folgen bereits die als Vermögensanlagen beliebten Edelmetalle. Dabei liegt Platin vor Gold und Rhodium. Rhodium wird in erster Linie in der Industrie eingesetzt, u.a. in Katalysatoren für Fahrzeuge, um die Stickoxide zu reduzieren. Rhodium ist extrem selten, kommt aber mit am Häufigsten noch in den USA vor, z.B. in Alaska oder Montana.

Platin kennen viele Menschen z.B. aus der Entertainment- bzw. Musik-Branche. Setzt ein Künstler mit seiner Single oder seinem Album eine besonders hohe, genau festgelegte Stückzahl ab, erhält er eine Platin Auszeichnung. Das edle Metall findet darüber hinaus aber auch in der Schmuckproduktion Verwendung. Ein Gramm kostet rund 37 Euro.

Platin gilt aber nicht nur als teuerstes Edelmetall der Welt sondern auch als eines der schwersten. Dass Platin mehr wert ist als Gold liegt daran, dass es noch schwerer abzubauen und zu gewinnen ist. Eindrucksvoll belegt wird dies durch folgenden Fakt: pro Jahr werden rund 2500 Tonnen Gold in den Minen der Welt gewonnen – beim Platin sind es allerdings nur 200 Tonnen. Schmuckhersteller werben – etwa auf Facebook oder der eigenen Firmenseite – nur allzu gern mit jenen Produkten in ihrem Sortiment, die das Material enthalten.

Video: Die 15 Teuersten Substanzen der Welt!

Kostbarste Stoffe der Welt: Drogen, Creme und ein Horn

Die darauf folgenden Materialien sind ebenso exotisch wie teils höchst skurril. Auf Platz 13 folgt das Horn des Rhinozeros. Nicht zuletzt deshalb, da viele Menschen überall auf der Welt dem Horn heilende Wirkung nachsagen. Dies hat zur Folge, dass das Tier mittlerweile fast ausgerottet ist. Die (perverse) Konsequenz davon wiederrum: Je seltener desto wertvoller und damit steigt auch der Grad der Kostbarkeit in enorme Höhen. Ein Gramm liegt bei über 40 Euro.

Noch teurer sind eine Feuchtigkeits-Creme (die Creme de la Mer, die eine verjüngende Wirkung verspricht und mit der viele Online-Parfümieren sowie -Drogerien auf ihrer Startseite werben) sowie Drogen wie Heroin, Kokain und LSD. Diese Substanzen haben nicht nur höllische Folgen für die Gesundheit und den menschlichen Körper, sie bringen ihren Händlern auch unvorstellbare Summen ein. Die bewusstseinserweiternde, psychedelische Droge LSD kann wenn sie in kristallklarer Reinform vorliegt locker über 2000 Euro/Gramm einbringen (Quelle: Facebook.com/LSD). In aller Regel pendeln sich die Preise für diese Substanzen bei ca. 45 bis 75 Euro ein. Preise, von denen Platin als teuerstes Edelmetall nur träumen kann.

Noch teurer sind eine Feuchtigkeits-Creme (die Creme de la Mer, die eine verjüngende Wirkung verspricht und mit der viele Online-Parfümieren sowie -Drogerien auf ihrer Startseite werben) sowie Drogen wie Heroin, Kokain und LSD. (#03)

Noch teurer sind eine Feuchtigkeits-Creme (die Creme de la Mer, die eine verjüngende Wirkung verspricht und mit der viele Online-Parfümieren sowie -Drogerien auf ihrer Startseite werben) sowie Drogen wie Heroin, Kokain und LSD. (#03)

Teuerstes Edelmetall: Plutonium wertvoller als Platin

Etliche Überraschungen gibt es wiederrum auf den Plätzen 7 bis 5. Er erscheint schon sehr makaber, dass eine (mitunter tödliche) Substanz wie Plutonium am Markt weitaus mehr Geld einbringt als Metalle wie Rhodium, Gold oder Platin. Doch bei der Suche nach den edelsten, kostbarsten Materialien der Welt“, zählen Aspekte wie optische Brillanz, Schönheit und Anmut nichts.

Der nukleare Stoff Plutonium ist hochgiftig und radioaktiv. Aber auch eminent wichtig beim Bau von AKWs – und Atomwaffen. Die Gewinnung ist gefährlich und riskant (Plutonium entsteht u.a. aus dem Uran von Brennelementen), auch deshalb zahlt man für ein Gramm über 3000 Euro. Zu trauriger Berühmtheit kam Plutonium am Ende des Zweiten Weltkriegs 1945: die Atombombe auf Nagasaki enthielt Plutonium. Auf den Postionen 6 und 5 folgen Taaffeit (einer der seltensten Diamanten der Welt) und Tritium, ein radioaktives Gas. Sein Einsatz ihr Vielseitig: Tritium (25 000 Euro pro Gramm) findet sich in bestimmten medizinischen Produkten, Lichtquellen oder auch in Ziffernblättern von Uhren. Gewonnen wird es durch Kernspaltung.

Video: Die 10 Teuersten Lebensmittel !

21 Millionen: Platin als teuerstes Edelmetall dagegen ein Schnäppchen

Diamanten, Painit, Californium 252 diese Substanzen belegen in der Liste die Plätze 4 bis 2. Diamanten sind die begehrtesten Edelstein der Welt, sie kosten pro Gramm bis zu 50 000 Euro (bei einem Karat Feingehalt). Hier wird auch nochmal die immense Spanne deutlich, die zwischen Edelmetallen und Edelsteinen besteht. Zum Vergleich, wie oben schon erwähnt: Platin als teuerstes Edelmetall ist dagegen fast ein „Schnäppchen“. Für ein Gramm muss man „nur“ 37 Euro hinlegen.

Diamanten sind übrigens die härtesten natürlichen Substanzen der Welt und werden bei Weitem nicht nur zum Verzieren von Schmuck verwendet. Auch in der Industrie kommen sie zum Einsatz (etwa beim Schneiden von Beton oder Gestein). Übertroffen werden Diamanten vom Painit, ein nahezu kaum in der Natur aufzufindender rötlicher Kristall, der Ende der 50er-Jahre in Burma entdeckt wurde. Ein Gramm kostet 240 000 Euro.

Doch das ist nichts gegen das, was das chemische Element Californium 252 Wert ist. Unglaubliche 21 Millionen US-Dollar muss zahlen, wer ein Gramm dieses künstlich in Kernreaktoren erzeugten Stoffes „erwerben“ möchte. Immerhin: Er wird mitunter für sinnvolle Dinge verwendet, im Gegensatz etwa zu Plutonium, dessen Einsatzgebiete doch höchst fragwürdig sind. Wissenschaftler nutzen Californium 252 u.a. zur Behandlung von Krebs.

Diamanten sind übrigens die härtesten natürlichen Substanzen der Welt und werden bei Weitem nicht nur zum Verzieren von Schmuck verwendet. (#04)

Diamanten sind übrigens die härtesten natürlichen Substanzen der Welt und werden bei Weitem nicht nur zum Verzieren von Schmuck verwendet. (#04)

Die wertvollste Substanz der Welt: Rein theoretisch

Bis zu 100 Billionen US-Dollar ist sie rein theoretisch wert. Jene Substanz, die als Ergebnis des Urknalls nachgewiesen wurde: Antimaterie. Würde man über sie verfügen, wäre das Atomstrom Problem gelöst. Ein Kilogramm würde ausreichen um solche Mengen Energie zu erzeugen, die sonst von 500 AKWs im ganzen Jahr produziert werden. Jedoch noch nie gelang es, eine auch nur annähernd stabile Menge an Antimaterie zu erzeugen.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Spectral-Design  -#01: Sokor Space  -#02: gts – #03: Leszek Czerwonka  – #04: Piotr Zajda

Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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